Sollte ein Oberbürgermeister, der einer Partei angehört und der mit der Klimapolitik seiner Verwaltung ja nicht unumstritten ist, als Redner auf einer „Fridays for Future“-Demo auftreten? Darüber kann man trefflich streiten. Gut aufgehoben war Frank Dudda dagegen jüngst in Timon Radickes Arbeitszimmer.
Der OB nahm dort im grünen Sessel Platz, um für den Podcast „Stadtgeflüster Herne“ des CDU-Chefs Rede und Antwort zu stehen. Das Gespräch war von jener Harmonie geprägt, die bisher (in der Regel) auch die rot-schwarze Ratskooperation kennzeichnet. Der Oberbürgermeister erzählte u.a. von seinem Faible für Alt-Kanzler Gerhard Schröder und Schlagersänger Roland Kaiser. Er lobte die „komfortable“ Mehrheit im Rat. Und er wunderte sich über die Bürgerinitiative Stadtwald und die Debatte über das Blumenthal-Gelände, die „an den Eigentumsrechten vorbeigeht“. In einem Punkt gab es einen kleinen Dissens: Während Radicke sich über das Wort „Klimanotstand“ echauffierte, fand Dudda den Begriff gar nicht so schlimm, denn: „Wir haben die Klimaschutzziele nicht erreicht und müssen mehr tun.“ Der Podcast kann unter anderem auf iTunes (Apple) heruntergeladen werden.


