Nach einer Fehldiagnose am Telefon will die Stadt Herne einem Kfz-Mechaniker aus Herne nun doch 50.000 Euro Schmerzensgeld zahlen. Darauf haben sich am Mittwoch vor dem Bochumer Landgericht die beiden Parteien geeinigt.
Es war der 3. Juli 2016, als auf der Leitstelle der Herner Feuerwehr ein Notruf einging. Der Anrufer vermutete einen Schlaganfall, sprach von panischer Angst. „Laufen geht gar nicht“, sagt er, eine Körperhälfte sei „wie tot“. Doch der Feuerwehr-Mitarbeiter wiegelte ab, tippte auf Rückenprobleme und verwies auf den ärztlichen Notdienst. In dem Gesprächsprotokoll heißt es dazu wörtlich: „Unser Notarzt dafür jetzt: nein.“ Der Anrufer, ein Kfz-Mechaniker aus Herne, ließ sich abwimmeln. Erst als Vater und Schwester auftauchten, machten sie Druck. Der Krankenwagen traf schließlich erst nach einer Stunde ein. Die Diagnose: Schlaganfall.


