Kultur

Künstler organisieren letzte Ausstellung im Alten Pastorat

Thomas Pischke vom Kunstquadrat zeigt ausgewählte Arbeiten, die bei der letzten Ausstellung im Alten Pastorat zu sehen sein werden.

Thomas Pischke vom Kunstquadrat zeigt ausgewählte Arbeiten, die bei der letzten Ausstellung im Alten Pastorat zu sehen sein werden.

Foto: Uwe Möller

Heiligenhaus.  Vor dem Abriss findet in Heiligenhaus die letzte Ausstellung des Kunstquadrats im Alten Pastorat statt. Unterschiedlichste Kunst wird präsentiert

Diesmal ist es definitiv die letzte Ausstellung: Am kommenden Wochenende verabschieden sich die Künstler des Kunstquadrats sowie befreundete Künstler vom Alten Pastorat. Raumgreifende Murals, Tape-Art und digitale Illustrationen warten unter anderem auf die Besucher – mitzumachen und die eigene Kreativität explodieren zu lassen, ist auch dank des Mottos „Bomb Da Haus“ ausdrücklich auch erlaubt.

Ein grüner Riesenkäfer schmückt schon einen Raum im ersten Stock, im Erdgeschoss arbeitet Sven Linnert an seinen Tape-Art-Motiven „Fux und Schalter“; Thomas Pischkes Illustrationen warten noch darauf, gehängt zu werden an vollkommen schwarze Wände – die Vorbereitungen für „Bomb da Haus“ sind angelaufen. Nein, Wehmut ob des Abschieds verspüre er eigentlich nicht, sagt Illustrator und Ausstellungsorganisator Thomas Pischke, „wir haben ja von Anfang an immer nur von einem halben Jahr aufs nächste geplant, von daher ist das schon okay.“

Ein letztes Mal können sich Besucher im Gebäude umsehen

Gut fünf Jahre hat das Kunstquadrat das Alte Pastorat dafür genutzt, den Heiligenhausern Kunst unterschiedlichster Machart zu präsentieren – die letzte Ausstellung wird die erste ohne Begleitprogramm sein, kein Stadtfest oder die Neanderland-Tatorte locken zusätzlich in die Stadtmitte. „Dementsprechend rechnen wir mit nicht ganz so vielen Besuchern. Aber wir denken, dass sich vielleicht auch einige Heiligenhauser, die keinen Draht zur Kunst haben, einfach ein letztes Mal im Gebäude umsehen möchten“, sagt Armin Schmidt. Die Bedeutung des Hauses aus der Gründerzeit für viele Bürger dürfe man nicht unterschätzen.

Am Donnerstag, 4. April, wird das Gebäude dann endgültig übergeben – nach dem Abriss wird in dem neu entstehenden Komplex, für den Alice Thormählen Bauherrin ist, Pro Mobil ein Zuhause finden, außerdem entsteht dort eine Gastronomie sowie ein Stadthotel.

Neue Räume werden gesucht

„Wir haben uns natürlich bei der Thormählen-Stiftung auch die Erlaubnis für dieses letzte Event geholt und freuen uns besonders über eine zusätzlich erhaltene Geldspende“, betont Thomas Pischke. Die werde für Material eingesetzt – momentan sind die Künstler zwar etwas im zeitlichen Verzug, bis zum Pre-Opening am Freitagnachmittag ab 15 Uhr werden aber alle Räume im Haus fertig sein.

Und für die kleineren noch freien Flächen im Pastorat haben die Verantwortlichen auch eine gute Idee: „Wer mitmachen und seiner Kreativität freien Lauf lassen will, darf das gerne tun! Wir freuen uns über spontane Straßenkunst, ,Bomb Da Haus’ ist ein ernst gemeintes Motto“.

Nach der 2018er Ausstellung „The long goodbye“ heißt es nun also wirklich Abschied nehmen – versüßt würde er dem Kunstquadrat, wenn sich ein neuer Raum für Kunst auftun würde, „bislang gibt es aber definitiv noch nichts Neues“, so Pischke.

>> VIELE KÜNSTLER NEHMEN TEIL AN „BOMB DA HAUS“

    • Werke zeigen werden unter anderem Artletics, Oldhaus & Crew, Nils Hamm, Ralf Buchholz, Sven Linnert und Thomas Pischke.
    • Geöffnet ist die Ausstellung im Alten Pastorat, Hauptstraße 185, am Samstag und Sonntag jeweils von 10 bis 18 Uhr, der Eintritt ist frei. Am Freitag findet ab 15 Uhr ein Pre-Opening statt.

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