Bildung

Hochschule eröffnet den neuen Campus Velbert/Heiligenhaus

Vor dem neuen Campusgebäude an der Kettwiger Straße übergab Gabriele Willems, Geschäftsführerin des Bau- und Liegenschaftsbetriebs NRW, den symbolischen Schlüssel an Jürgen Bock, Präsident der Hochschule Bochum.

Foto: Heinz-Werner Rieck

Vor dem neuen Campusgebäude an der Kettwiger Straße übergab Gabriele Willems, Geschäftsführerin des Bau- und Liegenschaftsbetriebs NRW, den symbolischen Schlüssel an Jürgen Bock, Präsident der Hochschule Bochum. Foto: Heinz-Werner Rieck

Heiligenhaus.   Standort der Hochschule Bochum an der Kettwiger Straße eingeweiht. Semester beginnt nächste Woche. Engere Kooperation mit Firmen und Schulen.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Die Hochschule Bochum hat ihren neuen Campus Velbert/Heiligenhaus feierlich eingeweiht. Nach rund drei Jahren Bauzeit können die Räume an der Kettwiger Straße nun für Lehre und Forschung in technischen Bachelor- und Masterstudiengängen genutzt werden. „Wir mussten viele Steine aus dem Weg räumen, aber nun steht hier dieses wunderbare Gebäude“, sagte Hochschulpräsident Jürgen Bock bei seiner Eröffnungsrede.

Gebaut hat es der Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW (Kosten: rund 22 Millionen Euro), dessen Geschäftsführerin Gabriele Willems den Schlüssel symbolisch an die Hochschulvertreter übergab. Auf 7600 Quadratmetern Campusgelände sollen bis zu 400 Studierende ihr neues akademisches Zuhause finden. 2009 war man mit 28 Studierenden am provisorischen Standort der Firma Kiekert gestartet. „Derzeit haben wir rund 300 Studierende – es gibt am neuen Campus also noch Potenzial“, sagte Brock weiter.

Schülern lernen im Thormählen-Bildungshaus

Und das soll möglichst bald ausgeschöpft werden. Zwei Hörsäle mit je 120 Plätzen, 13 Seminarräume und ebenso viele Labore bieten ideale Voraussetzungen. Im Multitechnikum mit seinen 345 Quadratmetern können auch große Forschungsprojekte realisiert werden, im neuen zdi-Schülerlabor im benachbarten Thormählen-Bildungshaus wird künftig der Nachwuchs praktisch an MINT-Fächer herangeführt. „Es ist schwierig, junge Leute für technische Berufe zu gewinnen. Die angehenden Studenten gucken kritisch auf die Hochschulen. Hier wurden gute Bedingungen geschaffen“, lobte Landrat Thomas Hendele.

Der Heiligenhauser Bürgermeister Jan Heinisch verwies auf die enge Verzahnung zwischen dem Campus, der Gesamtschule und dem Kant-Gymnasium. „Es ist wichtig, junge Leute an den Campus zu locken und ihnen ein Perspektive zu geben.“ In der Stadt selbst gebe es mit der Hochschule inzwischen viele Berührungspunkte. Das dürfte mit dem Bau des Studentenwohnheims (42 Wohneinheiten, soll ab Mitte 2018 bezugsfertig sein) noch einmal zunehmen.

Großer Faktor für die Wirtschaft

Welch ein bedeutender Faktor die Hochschule inzwischen auch für die regionale Wirtschaft geworden ist, belegt folgende Zahl: Über 100 Kooperations-Unternehmen aus der Umgebung stellen inzwischen Ausbildungsplätze für die dualen Studiengänge am Campus Velbert/Heiligenhaus bereit. „Es ist wichtig, Fachkräfte nicht nur zu finden, sondern sie auch zu behalten. Durch das duale Studium ist die Bindung der Studenten an Unternehmen viel größer“, betonte Ulrich Hülsbeck, Vorsitzender der Schlüsselregion. Neue Kooperationsverträge der Hochschule mit Unternehmen und Schulen sind bereits in Planung.

Allzu viel Zeit zum Feiern bleibt Dozenten, Mitarbeitern und Studenten am neuen Campus aber nicht: Schon in der nächsten Woche startet das neue Semester.

>>> AUTORENLESUNG FÜR STUDENTEN

  • Bürgermeister Jan Heinisch überreichte als Geschenk unter anderem das neue Buch „Die unheimliche Leichtigkeit der Revolution“ des Heiligenhauser Autors Peter Wensierski.
  • Doch das Buch gab es nicht allein: Im neuen Thormählen-Bildungshaus wird Peter Wensierski zu gegebener Zeit eine Autorenlesung für die Studenten des Campus halten.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Auch interessant
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben
    Aus der Rubrik