Trödelmarkt

Heiligenhauser Antikmarkt am Museum Abtsküche gut besucht

Unter dem Motto „Ramsch und Rosen“ stand der Antikmarkt am Museum Abtsküche.

Foto: Alexandra Roth

Unter dem Motto „Ramsch und Rosen“ stand der Antikmarkt am Museum Abtsküche.

Heiligenhaus.   Hunderte von Besuchern sahen sich das breitgefächerte Antiquitätenangebot am Museum Abtsküche an. Modellautos und Vasen suchten neue Liebhaber.

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Kaffeekannen mit Blümchendekor, Nachttöpfe, Nähmaschinen und Telefone mit Wählscheibe: All diese und viele weitere alte Schätzchen gab es am Sonntag beim Antikmarkt „Ramsch und Rosen“ im Museum Abtsküche zu bestaunen und natürlich zu kaufen. Mit dem Satz „Ach, was bin ich glücklich“ trug hier eine Besucherin ihre Käufe nach Hause, „eine schöne Sache“ lobten andere die Veranstaltung.

Museumskustos hat Idee in Wien bekommen

Museumskustos Reinhard Schneider hatte mit diesem Markt eine Idee umgesetzt, die ihm in Wien gekommen war. „Da habe ich ein Ladenschild mit der Aufschrift ,Ramsch und Rosen’ extra fotografiert, damit ich den Begriff auf keinen Fall vergesse“, schmunzelte Schneider. Mit der Besucherzahl konnten er und die Händler rundum zufrieden sein, schon nach zwei Stunden zeigte der Klicker von Gerda Gerull an, dass bereits knapp 500 Antiquitätenfreunde den Weg in die Abtsküche gefunden hatten.

Kerzenhalter fürs Schlafzimmer

„Ich habe ein Geschenk gesucht und einen alten Schmalzpott gefunden. Der wird jetzt mit Blümchen bepflanzt und dann so verschenkt“, freute sich Uschi Baumeister. Mit einer Freundin war sie extra aus Mülheim angereist und ganz und gar zufrieden mit ihrer Ausbeute vor dem Museum: „Für meine Schwiegertochter habe ich noch eine Suppenterrine gefunden und für mich zwei tolle alte Kerzenhalter. Die kommen jetzt zuhause ins Schlafzimmer.“ Mit ihrer Ausbeute trat sie dann den Weg nach Hause an – „ich könnte aber noch mehr kaufen!“

Eine Märklin-Lok für 600 Euro

Vielleicht eher die männlichen Besucher lockte dagegen Bernd Werner aus Bochum an. Der ehemalige Polizeibeamte bot an seinem Stand die unterschiedlichsten Dinge, vor allem aber Märklin-Fahrzeuge an. „Ich war schon als Schüler ein Flohmarktgänger“, erklärt der Hobbysammler seine Leidenschaft für Altes. „Ich hab zuhause die ganze Bude voll mit Märklin-Sachen, aber irgendwann muss man sich trennen. Aus meiner Familie hat auch sonst keiner Interesse daran.“ 50 Euro für ein Auto, 600 Euro gar für eine Lok – das ist nicht wenig, „aber es gibt viele Sammler. Und ich finde den dörflichen Charakter hier sehr schön.“

Stände waren überdacht

Vorsichtshalber war ein Großteil der Stände überdacht, um auch bei schlechtem Wetter gewappnet zu sein – nötig war das zum Glück nicht. Wer bei Brummkreiseln, Schallplatten, Handtaschen und Vasen aber nicht fündig wurde, der konnte sich zumindest getreu dem Markt-Motto einen bunten Strauß Rosen mit nach Hause nehmen. Und am Grillstand zum Kraftschöpfen eine Bratwurst essen – damit die neuen Antikmarkt-Schätze auch heil und sicher zuhause ankamen.

<<< SONDERAUSSTELLUNG NOCH ZWEI WOCHEN

Für 2019 hat Reinhard Schneider aufgrund des großen Erfolgs schon eine Wiederholung des Antikmarktes im Sinn.

Wer auch einmal wieder ins Museum möchte: Die Sonderausstellung „Im Büro“ läuft noch bis zum 1. Juli, geöffnet ist am Mittwoch von 15 bis 19 Uhr, samstags von 13 bis 17 Uhr und sonntags von 10 bis 17 Uhr.

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