„Wir sind schneller fertig geworden, als wir dachten“, war Fertigungsleiter Matthias Dilk überrascht: Die am Wochenende erwartete Geruchsbelästigung beim Automobilzulieferer Küpper Metallverarbeitung Heiligenhaus GmbH ist weitgehend ausgeblieben, aber die Menschen in der Oberilp bekamen doch ein Näschen voll mit. Das insolvente Unternehmen beendet seine Produktion – und füllte als eine der letzten Vorbereitungen auf das Ende eine stinkende Chemikalie zum Abtransport in Stahlfässer.

In der Gießerei an der Grubenstraße wurden bislang gasförmige Amine bei der Herstellung von Sandkernen genutzt, die wiederum in der Automobilindustrie weiterverarbeitet werden. Dieses Gas werden die Heiligenhauser in Zukunft nicht mehr riechen: Wenn in dieser Woche bei Küpper die Produktion ausläuft, ist das Kapitel der großen Eisengießereien in Heiligenhaus beendet.