Mercedes-Treffen

Schöne Sterne blinken um die Wette

Schöne Sterne im Industriemuseum

Schöne Sterne im Industriemuseum

Foto: Biene Hagel

Hattingen.   Mercedes-Fans aus Amerika, Lettland, Litauen, Russland und dem ganzen Bundesgebiet kommen mit ihren Schmuckstücken aufs Hüttengelände.

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Die Sterne gingen auf. Und zwar schon mitten am Tag. Am Samstag und Sonntag brachte das 7. Mercedes-Treffen Glanz in die Hütte, in die Henrichshütte. Über 1700 Mercedes-Wagen konnte man bewundern: Echte Oldtimer, interessante Youngtimer, Sondermodelle. Und alle auf Hochglanz poliert. Präsentiert wurde diese Glamour-Welt vor historischer Kulisse von der WAZ.

Ein bewundertes Modell stammte aus dem Jahr 1949 und war ein restaurierter Schweinetransporter. Und das schönste Gefährt an diesem Wochenende? „Das kann man wirklich nicht sagen“, erklärte der Mitveranstalter und Geschäftsführer von E-Mags Media GmbH, Thomas Ebeling, salomonisch. „Die Schönheit liegt im Auge des Betrachters. Die Veranstaltung ist offen für alle Baureihen und alle Baujahre.“ So war es logisch, dass bei den über 11 000 Besuchern an den beiden Tagen die Sympathien unterschiedlich verteilt waren.

„Für uns ist der Fan der wichtigste Punkt. Er hat sich für die Marke mit der größten Bandbreite entschieden, und die wollen wir hier lebendig werden lassen“, sagt Ebeling. Schnell wurde seine Veranstaltung zu einem riesigen Event. 2010 wurde sie aus der Taufe gehoben, mittlerweile ist sie etabliert. Viele Besucher sind von Anfang an dabei, freuen sich schon Monate auf die Veranstaltung. Deutschlandweit sei es das größte Treffen dieser Art, mittlerweile wohl auch europaweit, sagt Ebeling.

Das Wetter war für ein solches Highlight absolut ideal. Angenehm warm und kein Regen, da konnten die Besucher flanieren, fotografieren, diskutieren. Der Radius der Mercedes-Fahrer, die ihre Schätzchen in Hattingen vorstellen wollen, wird immer größer. Ein Autofreak kam aus Amerika, aus Lettland, Litauen, Russland kamen sie mit ihren Schmuckstücken herbeigeeilt und selbstverständlich aus dem gesamten Bundesgebiet.

Das Spannende an dieser Veranstaltung: Die Mercedes-Fans können ihre Alltagsgeschichten erzählen, ihre Wagen von einer Jury bewerten lassen und auch einen Pokal gewinnen. Edvinas Stimburys aus Litauen rollte mit seinem Sondermodell „Azurro“ 1600 Kilometer nach Hattingen, um seinen ganzen Stolz dem Publikum vorzuführen. Richtig verliebt war er in seinen Wagen, zeigte die Details.

Jeder Sitz in einer anderen Farbe, aus Leder, versteht sich. Und, um der eleganten und stilvollen Ausstattung die Krönung aufzusetzen, wiederholten sich die Farben ganz dezent auf wenigen Zentimetern am Lenkrad. „Ich finde das ganz toll hier“, sagte er auf Englisch. Mit seiner Freundin nutzte er den Trip nach Hattingen, um anschließend Deutschland kennen zu lernen.

Genau über solche verrückten Autofreaks freut sich Thomas Ebeling, der sichtlich Spaß an seiner Veranstaltung hatte. „Die Leute kommen hierher, um auch mal den Knall der anderen zu hören.“

Thomas Ebeling hat als Ruhrgebietskind eine besondere Beziehung zur Henrichshütte. „Ich habe noch die letzten Atemzüge der Hütte miterlebt und nach dem Studium mit dem Lkw Materialien hierhin gefahren.“

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