Demokratie

Im Fördertopf für Demokratie-Projekte sind noch 37.600 Euro

Piotr Suder von der Koordinierungs- und Fachstelle „Partnerschaft für Demokratie“ Hattingen war bei der Demokratiekonferenz in Hattingen, bei der die Bannerausstellung eröffnet wurde. Aus dem Bundesprogramm „Demokratie leben!“ gibt es noch Geld für Hattinger Demokratie-Projekte.

Piotr Suder von der Koordinierungs- und Fachstelle „Partnerschaft für Demokratie“ Hattingen war bei der Demokratiekonferenz in Hattingen, bei der die Bannerausstellung eröffnet wurde. Aus dem Bundesprogramm „Demokratie leben!“ gibt es noch Geld für Hattinger Demokratie-Projekte.

Foto: Bastian Haumann

Hattingen.   Fachstelle wartet auf weitere Anträge für das Jahr 2019. Es gibt noch Geld für Ideen von Vereinen, aber auch für Projekte von Jugendlichen.

Es ist Geld da: Und zwar für die Demokratie – insgesamt 50.000 Euro für 2019 allein in Hattingen. Wer noch Ideen hat, wie er mit Projekten Demokratie fördern möchte, der kann finanzielle Hilfe über das Projekt „Demokratie leben!“ bekommen. Bei der Demokratiekonferenz rief Piotr Suder von der Koordinierungs- und Fachstelle „Partnerschaft für Demokratie“ (PfD) Hattingen zum Mitmachen auf.

Einige Projekte sind bereits eingegangen. Über das Jahr verteilt will der Verein „Frauen helfen Frauen“ immer wieder geflüchtete Frauen im EN-Kreis über ihre Rechte in Deutschland aufklären. 4900 Euro sind dafür veranschlagt.

Schüler erhalten Unterstützung für Vielfalt-Projekt

Das Gymnasium Holthausen wird mit 1000 Euro unterstützt beim Projekt „Vielfalt“. „Es wird einen Wettbewerb geben ähnlich wie im Jahr zuvor, wo es darum ging, Demokratie in Worte zu fassen. Das Geld ist für pädagogisches Material und Preise gedacht“, erörtert Suder.

3500 Euro sind veranschlagt für die Evaluation des Frauencafés im Holschentor. „Das ist ein Projekt in Kooperation mit der Hochschule für Gesundheit. Das Café ist rappelvoll, die Stimmung gut. Es soll beispielsweise geschaut werden, wie solche Prozesse auf andere Städte übertragen werden können“, erklärt Suder.

Jugendliche beantragen Geld für eine EU-Party

Eingegangen, wenngleich noch nicht vom Begleitausschuss genehmigt, ist „ein Antrag der Parteijugend. Sie wollen im EU-Wahl-Monat Mai eine EU-Party machen. Es soll erst diskutiert und debattiert, danach gefeiert werden.“ Die Veranstaltung ist in Kooperation mit der PfD geplant, auch Schulen sollen mit der Aktion erreicht werden. 3000 Euro werden dafür benötigt.

Wer als Einzelperson eine Idee hat, der sucht sich idealerweise einen Verein, mit dem er sie umsetzt – oder spricht die PfD als Kooperationspartner an. Doch von den 50.000 Euro stehen auch gezielt 10.000 für die Ideen von Jugendlichen bereit. Sie müssen sich für die Realisierung keinen Verein suchen. „Außerdem haben wir noch 10.000 Euro für die Öffentlichkeitsarbeit für ,Demokratie leben!’. Damit haben wir zum Beispiel die Demokratiekonferenz finanziert“, erklärt Suder.

Demokratiekonferenz ist gut für die Vernetzung

Die habe sehr bei der Vernetzung geholfen. Länger unterhalten habe er sich mit Robert Dedden, der von diversen Fahrradprojekten berichtet habe. Auch mit dem Tauschring wolle man sich verknüpfen. „Wir möchten gute Ideen beispielsweise auf die Homepage des Projektes stellen.“

Frisch herausgekommen ist die Broschüre „Hattingen hat keinen Platz für Rassismus“ mit allen Fotos und Statements der Banneraktion sowie vielen Informationen.

Projektanträge und Informationen gibt es auf der Internetseite. Piotr Suder, Koordinierungs- und Fachstelle „Partnerschaft für Demokratie“ (PfD) Hattingen, empfiehlt, vorher anzurufen und die Projektidee abzusprechen: Telefon: 0175 82 02 624. Die PfD sitzt im Bürgerzentrum Holschentor an der Talstraße 8.

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