Jazz

Großer Auftritt für das Saxofon im Alten Rathaus Hattingen

Der Star war das Saxofon beim Doppelkonzert mit dem Saxofonquartett Quattro Venti sowie Matthias Nadolny & Bob Degen im Alten Rathaus.

Der Star war das Saxofon beim Doppelkonzert mit dem Saxofonquartett Quattro Venti sowie Matthias Nadolny & Bob Degen im Alten Rathaus.

Foto: Manfred Sander

Hattingen.  Doppelkonzert des Saxofonquartetts Quattro Venti sowie Matthias Nadolny & Bob Degenbegeistert mit einem Querschnitt durch die Welt des Jazz.

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Alles dreht sich hier um Jazz: In einem Doppelkonzert präsentierten das Saxofonquartett Quattro Venti und der deutschlandweit bekannte Tenorsaxofonist Matthias Nadolny mit seinem Klavierpartner Bob Degen jetzt im ausverkauften Alten Rathaus einen Querschnitt durch die Welt des Jazz.

Quattro Venti – das sind Peter Brandt am Tenorsaxofon, Wim Wollner am Sopransaxofon, Kerstin Fabry am Altsaxofon und Wolfgang Beckschäfer am Baritonsaxofon, und sie spielen nicht nur bekannte Standards, sondern auch eigene Kompositionen, wie zum Beispiel Cap Gang, die Mützengang. Ein Off-beat mit markanten schleppenden Rhythmen, die an Pink Panther erinnern, ist charakteristisch für diese Nummer.

Ein eingespieltes Team

Nostalgisch und dunkel ist auch der Meltemi-Tango, die stockenden Rhythmen unterstreichen seine schummrige Atmosphäre. „Wapango“ von Paquito Rivera zeichnet sich durch eine dunkle, kurzgliedrige Melodie aus, über einer immer wieder mutwillig aufbegehrenden Begleitung. Volltönend und sonor ist dagegen die Ballade „Peace“ von Horace Silver.

Bob Degen und Mathias Nadolny sind ein eingespieltes Team, das ist unüberhörbar. Cole Porters „Everything I love“ leitet Bob Degen mit Klavierakkorden in kurzgliedriger, swingender Bewegung ein, immer wieder wirft Nadolny am Saxofon kurze Motive ein, die sich nach und nach zu einer Melodie weiterspinnen, verhaucht, mit dirty tones – und gerade dadurch umso mitreißender.

Melodiös und frisch

Auch Bob Degen improvisiert am Klavier weiter, wühlt sich immer tiefer in seine Rhythmen hinein. Nadolnys eigenwilliger Klang und seine individuelle Interpretation prägen den Sound des Duos mit dem chamäleonartig wechselnden Klangcharakter. Degens quirliger Klavierpart ist typisch für den flippig-silbrigen Sound von Thelonious Monks „Light Blue“, dessen leichte Grundstimmung durch Nadolnys Saxofon dunkle Akzente gewinnt. Ein weicher, nostalgischer Song der britischen Jazzikone Norma Winstone fasziniert mit einer dunkel-verrauchten Saxofonweise, überraschend melodiös und frisch. Mit Duke Ellingtons „Heaven“ ließen die beiden Musiker ihren aufregenden Ausflug in die Welt des Jazz ausklingen.

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