Die Verstorbenen um die Kirche herum zu beerdigen, war früher üblich. Und so war auch der heutige Kirchplatz als Kirchhof bis 1813 Begräbnisstätte. Bis 1608 begruben auch die Blankensteiner hier ihre Toten. Hygienische Gründe waren es dann, die dazu führten, dass der Friedhof vor die Mauern der Stadt kam.
Die über 400 Jahre alten Fachwerkhäuser rund um die St.-Georgs-Kirche entstanden auf Kirchenland. Als Grundsteuer wurde nicht Geld, Haustiere oder Getreide verlangt, sondern Bienenwachs. Damit nämlich konnten Kerzen für die Beleuchtung der Kirche hergestellt werden. Darum heißen die Häuser am Kirchplatz auch Wachszinshäuser.


