Leichtathletik

VfL Gladbeck: Bludaus dritte Karriere als Stabhochspringer

Stabhochspringer Christian Bludau hat sich gerade eben erst bei der Senioren-DM in Erfurt in der Klasse M45 den Titel gesichert. Beim VfL Gladbeck engagiert sich der 46-Jährigezudem als Trainer des Nachwuchses.

Stabhochspringer Christian Bludau hat sich gerade eben erst bei der Senioren-DM in Erfurt in der Klasse M45 den Titel gesichert. Beim VfL Gladbeck engagiert sich der 46-Jährigezudem als Trainer des Nachwuchses.

Foto: W. Birkenstock

Gladbeck.   Zweimal hat Christian Bludau (VfL Gladbeck) seine Karriere als Stabhochspringer beendet. Seit drei Jahren ist er wieder dabei - und erfolgreich.

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Den Titel des Deutschen Hallenmeisters im Stabhochsprung der Altersklasse M45 hat Christian Bludau gerade erst in Erfurt gewonnen. Für den Leichtathleten des VfL Gladbeck war es der fünfte Titelgewinn bei einer DM in Folge. Keine schlechte Ausbeute für einen, der seine Karriere eigentlich schon zweimal beendet hatte.

„Mit Anfang 20“, erinnert sich Bludau, „habe ich das erste Mal aufgehört.“ Er sei zur Bundeswehr gekommen, habe seine berufliche Ausbildung absolviert und sich für andere Sachen („Gitarre spielen und Motorrad fahren“) interessiert.

Vor drei Jahren hat sich Bludau zurückgemeldet

Während des Studiums schloss sich der Gladbecker, der inzwischen in Oberhausen-Königshardt lebt, aber einer Dortmunder Trainingsgruppe an. Mit dem Eintritt ins Arbeitsleben war mit dem Stabhochsprung jedoch erneut Schluss.

„Seit drei Jahren bin ich jetzt wieder dabei“, sagt Bludau. Er spricht lachend von einer Midlife-Krise, die ihn bewogen habe, wieder Höhenjäger zu werden. Tatsächlich habe er sich einfach wieder für den Stabhochsprung zu interessieren begonnen und sehr schnell Blut geleckt. Und nach einem Gespräch mit Trainer Rainer Krüger meldete er sich schließlich bei den Stabhochspringern „seines“ VfL Gladbeck zurück.

Bludau gewinnt in Erfurt fünften DM-Titel in Folge

Und siehe da: Der Einstieg fiel ihm überhaupt nicht schwer. „Das Stabhochsprung-Gefühl verliert man nicht“, sagt der 46-Jährige, der im Mai seinen 47. Geburtstag feiert. Und weiter: „Ich bin mit dem Hintern natürlich nicht so hoch gekommen wie heute. Aber der grundsätzliche Ablauf hat schon gestimmt.“ Fit habe er sich sowieso gehalten, mit Radfahren beispielsweise und regelmäßigen Besuchen eines Sportstudios.

Erfolge stellten sich rasch ein, der DM-Titel, den Christian Bludau am vergangenen Wochenende gewonnen hat, war wie erwähnt bereits der fünfte in Folge. 4,15 Meter hat er in Erfurt übersprungen, in der Freiluftsaison peilt er eine Höhe von 4,40 Meter an.

VfL-Mitglied peilt die Senioren-EM in Dänemark an

Seine Bestmarke, sie liegt übrigens bei 4,80 Meter, stammt aus längst vergangenen Zeiten. „Da war ich Anfang 20“, so der VfLer, der hofft, in diesem Jahr an den Senioren-Europameisterschaften in Dänemark teilnehmen zu können. „Mal gucken, ob das mit der Familie und meinem Urlaub klappt“, sagt Bludau.

In seiner dritten Karriere ist Christian Bludau übrigens nicht „nur“ Aktiver, sondern auch Trainer des Stabhochsprung-Nachwuchses des VfL Gladbeck. Zusammen mit Martin Boeff kümmert er sich um rund acht junge Sportlerinnen und Sportler.

Bludau-Schützling Berger wird Neunte bei Jugend-DM

Dazu gehört in Anne Berger eine Stabhochspringerin, die zweifelsohne über Talent verfügt. Zur Erinnerung: Bei den NRW-Meisterschaften in der Halle sicherte sich der Schützling von Bludau und Boeff Mitte Februar in der Altersklasse U20 den Titel, bei den nationalen Jugendmeisterschaften im Sindelfinger Glaspalast landete Anne Berger auf dem neunten Platz.

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