Stadtplanung

Vestische setzt auf Busbahnhof der kurzen Wege

Foto: WAZ FotoPool

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Gladbeck.  Der geplante Neubau des Busbahnhofes Oberhof sollte nach Meinung der Vestischen ein „Busbahnhof der kurzen Wege“ werden. „Wir brauchen einen qualitativen Sprung nach vorn“, fasst Norbert Konegen, Sprecher der Vestischen, die Wünsche des Nahverkehrsunternehmen an den zukünftigen zentralen Bushaltepunkt zusammen.

Der größte Wunsch der Vestischen sei, so Konegen auf Anfrage der WAZ, eine Verknüpfung von Bus und Bahn am Oberhof, wie sie durch die Ankündigung der Bahn, den Haltepunkt Ost in Richtung Oberhof verlegen zu wollen, näher gerückt sei. „Das nützt beiden – der Bahnlinie RB 43, aber auch unseren innerstädtischen Linien.“

Nah an die Bahnlinie heranrücken

Allerdings sei dabei auch wichtig, mit den Bussen möglichst nah dran zu sein an dem Haltepunkt des RB 43. „Idealerweise sollten es vom Bus in die Bahn und umgekehrt nur wenige Schritte sein“, skizziert Konegen die sinnvollste Lösung. Das gelte im übrigen auch für die Bushaltestellen selbst. Auch sie sollte möglichst dicht beieinander liegen, so der Sprecher.

Wichtig ist der Vestischen beim Neubau des Busbahnhofes auch eine Mindestzahl an Bahnsteigen. „Acht sollten es sein, plus mindestens ein Reservebussteig für Einsatzwagen der Vestischen in Spitzenzeiten“, erläutert Konegen. Für Reisebusse, die gern am Oberhof halten, um Passagiere aufzunehmen, müsse zusätzlich noch eine eigene Lösung geschaffen werden.

Was die Anordnung der Bussteige anbelangt, entspreche die sogenannte „Harfe“, wie es sie bislang am Oberhof gab (bis zur Sperrung der maroden Busbahnhofes), nicht mehr der heutigen Verkehrsabwicklung. Optimal seien Bussteige, bei denen für die ÖPNV-Nutzer keine Querung von Fahrbahnen und Wechsel von Bussteigen nötig sei, etwa wie in Bottrop, Herten, Recklinghausen oder Herne. Wichtig ist der Vestischen auch eine Wendemöglichkeit für Busse (Konegen: „Die muss es geben“), ein attraktiver Witterungsschutz für die Fahrgäste und ausreichende Betriebsräume für die Busfahrer. Auch eine Vorverkaufs- oder Servicestelle in unmittelbarer Nähe sei wünschenswert, so der Vestische-Sprecher.

Derzeit in Abstimmungsgesprächen mit der Stadt

Derzeit sie das Unternehmen in Abstimmungsgesprächen mit der Stadt, um „unsere Interessen für einen neuen Oberhof zu formulieren“. Es gehe um Ideen, Anforderungen und Wünsche der Vestischen für einen modernen Betriebsablauf. Sie sollen möglichst in die Rahmenbedingungen einfließen, die die Stadt – wie berichtet – gerade für die Überplanung des Gesamtbereichs Busbahnhof/Bahnhof Gladbeck Ost setzt.

Zehn der zwölf Linien der Vestischen, die die Innenstadt anfahren, halten am Oberhof – darunter aber nur eine SB-Linie und ein Nachtexpress. Genauso wichtig wie der Oberhof ist der Vestischen inzwischen der Haltepunkt Goetheplatz (Humboldstraße), wo neun Linien halten. Darunter beide SB-Linien und ein Nachtexpress, der nicht zum Oberhof fährt.

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