Lkw-Unfälle

Unfallfahrer auf Gladbecker B 224 sah das Stauende zu spät

Unfallstelle B 224: Die Rettungs- und Bergungsarbeiten bei dem Lkw-Auffahrunfall in Richtung Essen waren umfangreich – und die Staus lang.

Unfallstelle B 224: Die Rettungs- und Bergungsarbeiten bei dem Lkw-Auffahrunfall in Richtung Essen waren umfangreich – und die Staus lang.

Foto: Lutz von Staegmann

Gladbeck.  Bergungsarbeiten auf der Bundesstraße gestalteten sich schwierig. Stundenlange Sperrungen. Auch auf der A 31 musste ein Lkw geborgen werden.

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Auf Gladbecks Fernstraßen ereigneten sich am Dienstagmorgen zwei Unfälle, die zu erheblichen Staus auf der B 224 und der A 31 führten, was auch im Stadtgebiet Verkehrsprobleme auslöste. Bundesstraße wie Autobahn waren laut Autobahnpolizei teils komplett und teils bis spätnachmittags gesperrt. Zwei Personen wurden leicht verletzt. Allein bei dem Unfall auf der B 224 zwischen GE-Buer-West und Gladbeck/Goethestraße entstand Sachschaden in Höhe von rund 160 000 Euro.

Dort hatte in Fahrtrichtung Essen ein 24-jähriger Lkw-Fahrer aus Russland gegen 11.20 Uhr in Höhe der Fußgängerbrücke Erlenstraße aus ungeklärter Ursache das übliche Stauende vor der Ampel an der Ecke Goethestraße übersehen und war auf einen anderen Lkw, einen Muldenkipper, aufgefahren. Laut Autobahnpolizei wollte der Fahrer zwar noch „in letzter Sekunde“ nach links ausweichen.

Verkehrsteilnehmer wendeten verkehrswidrig auf B 224

Dennoch rammte er den Muldenkipper, den ein 47-jähriger Oberhausener steuerte. Der drehte sich mit seinem Fahrzeug um die eigene Achse und rutschte in den rechten Straßengraben. Zwei weitere Lkw – einer war auf der Überholspur der Gegenfahrbahn in Richtung Buer – blieben an der Unfallstelle stehen. Die Fahrer hatten den Unfall unmittelbar miterlebt.

Polizei und Feuerwehr gelangten unter Schwierigkeiten über eine Rettungsgasse durch den sich rasch vor und hinter dem Unfallort stauenden Verkehr. Die Gladbecker Feuerwehr war mit zehn Rettungs- und Einsatzwagen sowie rund 30 Einsatzkräften vor Ort. Der 27-jährige Lkw-Fahrer wurde notärztlich versorgt und ins Krankenhaus gebracht. Die Feuerwehr streute auslaufendes Kühlmittel ab und barg Fahrzeugteile. Die Bergung der Lkw gestaltete sich schwierig. Die B 224 blieb bis nach 17 Uhr in Richtung Essen komplett gesperrt, in Richtung Buer war nur eine Fahrspur frei. In beiden Richtungen bildeten sich lange Staus.

29-Jährige Aufofahrerin aus Herne geriet auf der A 31 ins Schleudern

Der Unfall passierte in dem Teil der Bundesstraße, der keine Mittelleitplanke hat. Nur durch Glück geriet der Unfallfahrer nicht in den Gegenverkehr.Auffällig war, wie unerschrocken Verkehrsteilnehmer im Stau hinter dem Unfall verkehrswidrig wendeten – über die gelbe Buckel-Trennlinie hinweg. Sogar ein Lkw war darunter...

Am Morgen gegen 9.10 Uhr war es laut Autobahnpolizei auf der A 31 in Fahrtrichtung Emden auf Gladbecker Stadtgebiet zu einem Unfall gekommen. Dort war eine 29-jährige Autofahrerin aus Herne aus bislang ungeklärter Ursache zunächst nach links von der Fahrbahn abgekommen und vor die Leitplanke im Mittelstreifen geprallt. Von dort wurde das Auto zurück auf die Fahrbahn geschleudert.

Ein 45-jähriger Lkw-Fahrer aus Tschechien, der auf dem rechten Fahrstreifen unterwegs war, versuchte auszuweichen. Dabei geriet er ins Rutschen und landete mit seinem Lkw im Graben. Für die Bergung des Lkw musste die A 31 Richtung Emden über Stunden gesperrt werden – auch hier gab es lange Staus. Die Unfallfahrerin wurde leicht verletzt, der Schaden beträgt knapp 13 000 Euro.

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