Kunstwerk

Skulptur „Alwinchen“ Schalz will um den Globus reisen

Die spezielle „Black Edition“ der SkulptRuhr, die die Gladbecker Künstlerin Susanne A. Schalz geschaffen hat, wird im „Magazin“ vorgestellt.

Die spezielle „Black Edition“ der SkulptRuhr, die die Gladbecker Künstlerin Susanne A. Schalz geschaffen hat, wird im „Magazin“ vorgestellt.

Foto: Oliver Mengedoht / FUNKE Foto Services

Gladbeck.  Die Künstlerin Susanne A. Schalz stellt ihre Black-Sonderedition der SkulptRuhr vor. Ein Exemplar soll das Ruhrgebiet weltweit bekannt machen.

Die SkulptRuhr ist schon viel herumgekommen. Weit über Gladbecks Grenzen hinaus ist der stilisierte Förderturm, mit dem die Künstlerin Susanne A. Schalz ein Statement fürs Revier geschaffen hat, anzutreffen. Im Großformat mit fast drei Metern Höhe oder als Mini. Uni-neonfarben in fast allen Schattierungen des Regenbogens oder mit Motiven. Jetzt kommt ein Neuling in die große Schalz-Objekt-Familie: Schwarz wie Kohle ist diese limitierte Sonderedition.

Künstlerin Susanne A. Schalz rückt ihre Objekte bei der Vernissage ins Schwarzlicht

Susanne A. Schalz stellt ihr jüngstes „Kind“ am Samstag, 23. November, im Magazin vor. Die Vernissage in ihrem Atelier beginnt um 19 Uhr.

Und wie es sich für eine Premiere gehört, werden die Objekte ins rechte Licht gerückt – genauer gesagt: ins Schwarzlicht. Und siehe da: Die Künstlerin hat ihrer „Black edition“ durchaus bunte Tupfer verpasst. Wie sollte es auch anders bei der farbverliebten Susanne A. Schalz sein, die für ihre „Pott“-Gemälde gerne einsetzt, was Palette und Sprühdose hergeben.

Der mittlerweile bekannte Neon-Schriftzug „SkulptRuhr“ leuchtet im Schwarzlicht auf einem Schenkel des kleinen Förderturms aus Acrylharz. „Jedes Exemplar ist handcoloriert, nummeriert und signiert“, sagt die Künstlerin. Jeweils zehn in Grasgrün, strahlendem Bleu, Karottenorange, Tomatenrot und Pink – „meine Lieblingsfarbe!“. Verpackt sind die Symbole des Bergbaus in spezielle, ebenfalls von Schalz gestalteten Schachteln mit Magnetverschluss. Für 125 Euro können Kunst-Fans ein Fördertürmchen mit nach Hause nehmen. Schalz sagt: „Für das Jahr 2019 ist diese Edition erst einmal begrenzt auf 50 Stück.“

Plus eins: der Clou dieser so speziellen SkulptRuhr-Ausgabe. Denn „Alwinchen“, wie die Künstlerin ihr Werk liebevoll nach ihrer Mutter bezeichnet, – helle Köpfe ahnen, für welchen Namen der abgekürzte Buchstabe in ihrem eigenen Namen steht, – soll auf Reisen gehen.

Die Idee für die Rundreise der Skulptur stammt von Gladbecks Kulturdezernentin Linda Wagner

Die gebürtige Werdenerin erzählt: „Ideengeberin ist unsere Kulturdezernentin Linda Wagner.“ Warum nicht einen Abgesandten für das Revier in Form des Förderturms, zu dem sich die Künstlerin von ihrer „Lieblingszeche Zollverein“ in Essen inspirieren ließ, rund um den Globus schicken?

Ein Foto mit Alwinchen wird per Facebook in alle Welt geschickt

Alwinchen in Toronto – das wäre doch was! Schalz stellt sich vor: „Dann überlegen die Menschen dort vielleicht: Was ist das denn für ein Teil? Wofür steht es? Was bedeutet es für die Region, aus der der Förderturm kommt.“ Klick, ein Foto zur Erinnerung vor der Kulisse oder einem Wahrzeichen der fremden Stadt, eine Unterschrift für Alwinchen – und ab auf Facebook gepostet.

Schalz überlegt: „Vielleicht fangen wir mit Stationen im Ruhrgebiet an und ziehen dann immer weitere Kreise.“ Bewerben können sich Interessenten, die Alwinchen gerne als Begleiterin mitnehmen wollen, über die Homepage der Künstlerin. Ein weiterer Einfall: Auf einer großen Karte in ihrem Atelier könnten Fähnchen auf einer Karte markieren, an welchen Orten die schwarze Skulptur schon gewesen ist.

Sowohl etliche der großen Eltern, „Alwine“ genannt, wie auch bunte Geschwister im handlichen Format haben längst neue Standorte in vielen deutschen Regionen gefunden oder wurden zu diversen Anlässen präsentiert. Gerade erst hat die Gladbecker Künstlerin sieben ihrer großen Werke auf Zollverein beim KulturInvest-Kongress vorgestellt. Die SkulptRuhren stehen vielerorts im Revier, aber auch im Sauerland, Hamburg und München.

Ganz im Sinne von Susanne A. Schalz, die aller Welt vor Augen führen möchte: Das Ruhrgebiet ist nicht Grau in Grau und nur Bergbau – sondern hier verbinden Menschen Tradition und Innovation in vielerlei Facetten, die „Pöttler“ sprühen vor Plänen, ohne ihre Vergangenheit zu vergessen. Eine Verbindung, die Susanne A. Schalz mit ihrer Kunst den Betrachtern vor Augen führt.

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