Sicherheit

Die Trennwände auf der B 224 sind jetzt aufgestellt

Schmale Stahlbetonwände ersetzen nun die Doppelstreifen auf der B 224 auf dem Teilstück von der A2-Abfahrt bis zum Übergang zur A 52 in Richtung Buer. Abends sind sie durch Reflektoren gut sichtbar.

Foto: Heinrich Jung

Schmale Stahlbetonwände ersetzen nun die Doppelstreifen auf der B 224 auf dem Teilstück von der A2-Abfahrt bis zum Übergang zur A 52 in Richtung Buer. Abends sind sie durch Reflektoren gut sichtbar.

Gladbeck.  Die erste von vier Maßnahmen für mehr Sicherheit auf der Bundesstraße in Gladbeck ist erfolgt. Ampelschaltung soll noch im März optimiert werden

Über Nacht sind sie aufgestellt worden: 56 Zentimeter hohe Stahlschutzwände auf der B 224. Auf einer Länge von 2,8 Kilometern, von der Autobahnausfahrt der A 2 bis zum Übergang auf die A 52, ersetzen die schmalen, grauen Wände den bisherigen Doppelstreifen und dienen als sichtbare Barriere zwischen den beiden Richtungsfahrbahnen. Das ist eine von vier Maßnahmen zur Verbesserung der Verkehrssicherheit auf der viel

befahrenen Bundesstraße im Gladbecker Stadtgebiet, die vom NRW-Verkehrsministerium veranlasst wurde, und die erste, die jetzt erfolgt ist. Kosten dafür: 500 000 Euro.

Wie im Januar angekündigt, hatte Straßen.NRW an zwei Wochenenden im Februar die Mittellinie dafür gefräst und neue Markierungen aufgetragen. In zwei Nächten, zuletzt von Montag auf Dienstag in dieser Woche, sind die Stahlbetonwände dann aufgestellt worden.

Maßnahmen für mehr Sicherheit

Angeregt worden waren diese und weitere Maßnahmen für mehr Sicherheit auf der täglich mit 40 000 Fahrzeugen befahrenen Bundesstraße von der Kreisunfallkommission. Sie hatte im vergangenen Jahr getagt, nachdem im März 2017 ein Mann (70) bei einem Auffahrunfall auf der B 224 mit seinem Pkw in den Gegenverkehr geschleudert worden war und tödlich verletzt wurde.

Ganz verhindern werden die schmalen Schutzwände – Markenname protec 100 – aber diese schlimme Folge eines Unfalls wohl nicht. Dafür sind die üblicherweise bei Autobahn-Bauarbeiten verwendeten, mobilen Trennwände nicht stabil genug. Für andere, breitere Trennungen wäre kein Platz gewesen, erklärte Christine Anstötz, Abteilungsleiterin bei Straßen.NRW. bei der Vorstellung der Pläne. Aber die jetzt aufgestellten Barrieren können verhindern, dass Autofahrer durch pure Unachtsamkeit am Steuer in den Gegenverkehr geraten. Anstötz: „Durch die optische Trennung fahren Autofahrer außerdem defensiver.“ In der Dunkelheit sind die mit gelben Reflektoren eng bestückten Schutzwände zudem gut zu sehen. Und auf jeden Fall wird niemand mehr auf der B 224 wenden, weil ihm das Warten im Stau zu lange dauert. Dieses gefährliche und verkehrswidrige Verhalten ist häufig beobachtet worden.

Anpassung der Ampelanlagen

Etwas enger als zuvor sind die Fahrspuren durch die Schutzwände in der Mitte jetzt allerdings geworden, sie haben nur noch eine Breite von 3,0 bzw. 3,10 Metern.

Auch die zweite Maßnahme für mehr Verkehrssicherheit ist bereits in Arbeit und soll im März erledigt sein. Dabei geht es um eine optimierte Anpassung der fünf Ampelanlagen auf diesem Teilstück an den Verkehrsfluss. Durch eine neue Steuerung verlängert sich beispielsweise bei hohem Verkehrsaufkommen die Grünphase künftig auf bis zu 120 Sekunden. so dass der Verkehr besser fließt und es durch die Verringerung von Staus vor den Ampeln zu weniger Auffahrunfällen kommt. An den A2-Autobahnabfahrten werden die Lichtanlagen komplett erneuert.

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