Planungsausschuss

RVR plant Übernahme der Moltke-Halde im Januar 2019

Die Mottbruchhalde bleibt noch mindestens zwei, drei Jahre unter Bergrecht und wechselt so lange auch nicht in die Zuständigkeit des RVR.

Foto: Hans Blossey

Die Mottbruchhalde bleibt noch mindestens zwei, drei Jahre unter Bergrecht und wechselt so lange auch nicht in die Zuständigkeit des RVR. Foto: Hans Blossey

Gladbeck.  Die Mottbruchhalde ist noch in der Bergaufsicht und bleibt weiter in der Zuständigkeit der RAG. Projekt „Haldenlandschaft“ braucht langen Atem.

Der Regionalverband Ruhr wird voraussichtlich zum 1. Januar 2019 die Halde Moltke II in Brauck an der östlichen Welheimer Straße von der RAG übernehmen. Die Übernahme der Mottbruchhalde wird allerdings noch zwei, drei Jahre dauern.

Grund ist die Bergaufsicht, aus der der Mottbruch noch nicht entlassen wird, wie der Planungsausschuss von Horst Fischer, Referatsleiter für Freiraumentwicklung beim Regionaverband, erfuhr. Gerade die Mottbruchhalde spielt bei einer möglichen und von der Stadt gewünschten Entwicklung der Braucker Halden zur „Haldenlandschaft“ die entscheidende Rolle. Fischer dämpfte im Ausschuss Erwartungen, die Umsetzung dieser Halden-Erlebniswelt könne schnell umgesetzt werden. Er verwies darauf, dass neben der rechtlichen Übernahme die konzeptionellen und finanziellen Voraussetzungen stimmen müssten.

RVR steht vor der Übernahme von 23 Halden im Revier

Der RVR, so Fischer, stehe vor der Übernahme von 23 Halden im Ruhrgebiet. Das Braucker Haldengebiet sei eines von sechs Großhalden, die gestaltet werden sollen. Millionen Euro seien nötig, um auch nur eine Halde zu gestalten und künftig zu unterhalten. Fischer: „Das ist nicht mit einem Fingerschnipsen zu machen.“ Jetzt würden zunächst konzeptionelle Vorstudien erstellt, welche Halde überhaupt und wie entwickelt werden kann. Außerdem würden die Verhandlungen mit der RAG zu Ende geführt – auch über eine finanzielle Beteiligung bei der Gestaltung. Das sei nicht einfach.

Fischer erwähnte auch die RAG-Stiftung, die man möglicherweise um eine finanzielle Unterstützung bitten könnte. Nicht zuletzt sei die IGA 2027, die Internationale Gartenausstellung, ein „mögliches Instrument“, um finanzielle Mittel ins Revier zu lenken für die Halden. Auch Stadtbaurat Dr. Volker Kreuzer wies darauf hin, dass es sich bei der Haldengestaltung um einen „Langstreckenlauf“ handele. „Das ist eine Aufgabe für eine ganze Dekade.“ Allerdings, so Kreuzer, sei man mit der baldigen Realisierung des Sportparks Mottbruch am Fuße der Halde schon in der Umsetzung eines Teils der Pläne. Fischer dazu: „Das ist bemerkenswert, dass Ihnen das als kleine Stadt gelungen ist.“

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