Ratsherr Kruse kritisiert Kandidaten der SPD und CDU

Ratsherr Franz Kruse (Linke) sieht im politischen Mehrheitsbeschluss des Gladbecker Stadtrates, den Ausbau der A 52 auf Stadtgebiet zu befürworten, offensichtlich nach wie vor einen Verrat am Bürger. So kritisiert er nun auch die jüngsten Aussagen der Bundestagskandidaten Michael Gerdes (SPD) und Sven Volmering (CDU) sowie des NRW-Verkehrsministers Hendrik Wüst in der Samstagsausgabe der WAZ.

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Ratsherr Franz Kruse (Linke) sieht im politischen Mehrheitsbeschluss des Gladbecker Stadtrates, den Ausbau der A 52 auf Stadtgebiet zu befürworten, offensichtlich nach wie vor einen Verrat am Bürger. So kritisiert er nun auch die jüngsten Aussagen der Bundestagskandidaten Michael Gerdes (SPD) und Sven Volmering (CDU) sowie des NRW-Verkehrsministers Hendrik Wüst in der Samstagsausgabe der WAZ.

„Im laufenden Wahlkampf werben die Kandidaten der großen Parteien, Volmering und Gerdes, unter prominenter Unterstützung mit ihren Bemühungen zum Bau der A52“, so Kruse in einem Schreiben an die Redaktion. Diese Autobahn sei in Gladbeck von den Bürgern im Jahr 2012 bei der Ratsbürgerabstimmung „klar abgelehnt worden“. Auch Anfang 2016 seien bei dem Bürgerbegehren viel mehr Unterschriften gegen die A52 gesammelt worden, „als notwendig gewesen wären“. Beide Bürgerentscheidungen seien vom Gladbecker Stadtrat „übergangen und außer Kraft gesetzt“ worden.

Es entbehre nicht einer gewissen Ironie, so Kruse weiter, „wenn dieser undemokratische Umgang mit den Bürgerentscheidungen jetzt von den Bundestagskandidaten dazu benutzt wird, um bei einer demokratischen Wahl für sich um Stimmen zu werben“. Dieses Verhalten könne aber „ziemlich kontraproduktiv sein“, meint Kruse warnen zu müssen. Denn bereits bei der vergangenen Landtagswahl hätten in Gladbeck „diejenigen Parteien, die den eindeutigen Bürgerwillen zur A52 am meisten übergehen, auch die meisten Stimmenverluste hinnehmen“ müssen.

Da nutze es auch nichts, „wenn nun der neue Verkehrsminister Hendrik Wüst zur Unterstützung gerufen wird“, macht der Ratsherr für die Linken seinerseits Wahlwerbung. Darauf, wann die A52 gebaut werde „und ob sie wirklich mit Tunnel kommt“, habe sich der Landesverkehrsminister „bezeichnenderweise“ nicht festgelegt. In einem habe Hendrik Wüst aber mit seinen Aussagen ganz klar Recht, so Kruse abschließend: „Der größte Brocken auf dem Weg zur A52 ist weggeräumt, nämlich der demokratische Bürgerwille.“

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