Soziales

Barbara-Stiftung hilft Kindern und Jugendlichen in Gladbeck

Anerkennungsurkunde der Bezirksregierung: Stifter Christian Enxing (2.v.l.) mit Regierungspräsidentin Dorothee Feller (l.) und dem Stiftungsvorstand  Agnes Stappert sowie Rainer Knubben

Anerkennungsurkunde der Bezirksregierung: Stifter Christian Enxing (2.v.l.) mit Regierungspräsidentin Dorothee Feller (l.) und dem Stiftungsvorstand Agnes Stappert sowie Rainer Knubben

Foto: Bezirksregierung Münster

Gladbeck.  Im Gedenken an seine Frau Barbara hat Christian Enxing eine Stiftung gegründet, die die Bildung junger Gladbecker finanziell unterstützt.

Christian Enxing hat jetzt eher leise und im kleinen Kreis einen großen gemeinnützigen Schritt getan, der ganz im Sinne seiner Anfang 2016 verstorbenen Frau Barbara ist – und der er damit in besonderer Weise gedenkt: Der Gladbecker gründete die „Barbara-Stiftung Bildung für Kind und Jugend“. Regierungspräsidentin Dorothee Feller hat jetzt dem Stiftungsvorstand in Münster die Anerkennungsurkunde überreicht.

„Die Zinserträge aus dem Stiftungskapital und direkt einfließende Spenden sollen dazu verwendet werden, um Kinder und Jugendliche aus finanzschwachen Familien bei Schule, Ausbildung oder Studium zu unterstützen“, erklärt Enxing, Der Diplom-Ökonom, der sich seit Jahren im Gladbecker CDU-Stadtverband politisch engagiert, stellte für die Stiftung Geld aus dem Nachlass seiner Frau zur Verfügung.

Keine leiblichen Kinder

„Wir haben keine Kinder, daher haben meine Frau und ich uns schon vor dem Ausbruch ihrer Erkrankung Gedanken über die spätere Verwendung unseres Vermögens gemacht, und dabei auch über die Idee einer gemeinnützigen Stiftung gesprochen, um Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen zu helfen, sich im Bereich der Bildung und Fortbildung weiter zu entwickeln“, so der 56-jährige Steuerberater.

„Gerade in Schwellenhaushalten ist oft nicht genug Geld für weitergehende Bildung vorhanden. Ausbildungskosten oder fehlende Unterstützung fürs Studium beispielsweise können qualifizierte Bildung verhindern. Da er selbst wirtschaftlich abgesichert sei, so der Zweckeler, habe er sich entschlossen, „das Erbe von meiner Frau in eine Stiftung einzubringen“.

Durch die Auszahlung von Lebensversicherung, Rentennachzahlung und den Verkauf ihres Autos sei eine sechsstellige Summe zusammengekommen. Aus den Zinserträgen, aufgestockt um 3000 Euro, die er via Sparplan regelmäßig hinzufügt, könnten so zunächst jährlich um 6000 Euro ausgeschüttet werden. Wer mit dem Geld primär in Gladbeck, möglicherweise auch in den Nachbarstädten unterstützt wird, darüber werde mit dem Stiftungsvorstand entschieden.

Dazu freue er sich, so Enxing, dass er Rainer Knubben, Geschäftsführer des Caritasverbandes, und Agnes Stappert, ehemalige Leiterin des Jugendamtes Gladbeck, für das Ehrenamt gewinnen konnte, „die viele Kontakte und Einblicke haben, wo Unterstützung gebraucht wird“.

Regierungspräsidentin lobt Engagement

Regierungspräsidentin Dorothee Feller lobte bei der Überreichung der Stiftungsurkunde das besondere Engagement: „Ihre gemeinnützige Stiftung wird ein Gewinn für unsere gesamte Gesellschaft sein. Gerade die Unterstützung benachteiligter Kinder und Jugendlicher ist von besonderer Bedeutung“.

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