Autobahn-Diskussion

MdB Gerdes (SPD) trennt Diesel-Affäre und Verkehr auf B 224

Der Ausbau der B 224 zur Autobahn ist für den Bundestagsabgeordneten Michael Gerdes nach wie vor richtig.

Foto: Oliver Mengedoht

Der Ausbau der B 224 zur Autobahn ist für den Bundestagsabgeordneten Michael Gerdes nach wie vor richtig. Foto: Oliver Mengedoht

Gladbeck.   Das Bürgerforum Gladbeck hatte den Politiker um ein Umdenken bei den Ausbauplänen zur A 52 gebeten. Für ihn bleibt der Ausbau aber wichtig.

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Der SPD-Bundestagsabgeordnete Michael Gerdes hält nichts davon, wenn die Diesel-Affäre und die Verkehrslage auf der B 224 miteinander vermischt werden.

„Der Ausbau ist und bleibt richtig“

Aus Gerdes’ Sicht gibt es derzeit jedoch keine neuen Erkenntnisse, die seine Meinung über der Ausbau der B 224 verändern würden. „Der Ausbau der B 224 zur A 52 ist und bleibt richtig. Die Region braucht gute Straßen ohne Stau, das kommt unserer Wirtschaft zu Gute. Das Gladbecker Stadtgebiet wird mit dem Tunnel zusammenwachsen, eine Chance für Anwohner und Umwelt.“

Selbstverständlich gehörten Umweltbelastungen beim Bau von Straßen auf den Prüfstand. „Dafür sehen unsere Gesetze Umweltverträglichkeitsprüfungen vor“, kommentiert Gerdes.

Die Debatte über Dieselfahrzeuge steht für den SPD-Abgeordneten jedoch auf einem anderen Blatt. „Die Grenzwerte bei den Stickoxiden wurden von den Fahrzeugherstellern nicht eingehalten. Das ist Betrug. Aktuell geht es darum, dass die Industrie alle verkauften Fahrzeuge technisch so nachrüstet, damit sie weiterhin in die Innenstädte fahren können und Autofahrer keinen Wertverlust erleiden.“

Forderung nach neuen Technologien

Um die steigende Mobilität und Umweltschutz in Einklang zu bringen, vorrangig in Ballungsräumen, brauche es neue Technologien und mehr politischen Willen, argumentiert Gerdes, der im Wahlkreis Gladbeck-Bottrop-Dorsten wieder für den Bundestag kandidiert: „Ich glaube, dass wir für einen Übergangszeitraum den Verbrennungsmotor brauchen. Aber er muss in seiner verbleibenden Zeit wesentlich effizienter werden. Dazu müssen wir Forschung und Entwicklung stärken.“

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