Konflikt

Josefschule ohne Leitung – Rektorin muss katholisch sein

Die Rektorstelle an der Josefschule ist bereits mehrfach ausgeschrieben worden. Foto: Frank Oppitz

Die Rektorstelle an der Josefschule ist bereits mehrfach ausgeschrieben worden. Foto: Frank Oppitz

Gladbeck.  Die Stelle ist seit 2017 unbesetzt. Bewerberin Wiwianka hat nicht die richtige Konfession. Bürgermeister bittet Ministerin um Hilfe.

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Seit Januar 2017 ist die Josefschule ohne Rektorin, wird kommissarisch von Konrektorin Regina Wiwianka geleitet. Sie ist auch einzige Bewerberin um die freie Schulleitungsstelle - kann diese aber nicht bekommen, weil sie nicht katholisch ist. Jetzt hat sich Bürgermeister Ulrich Roland an NRW-Ministerin Gebauer (FDP) mit der Bitte um Hilfe gewandt.

Die Stelle wurde bereits mehrfach erfolglos ausgeschrieben

Die Stelle der Rektorin ist bereits mehrfach ausgeschrieben worden, ohne dass es zu einer Besetzung gekommen ist. Zwar müssen laut Schulgesetz Leitungsstellen an katholischen Grundschulen mit katholischen Kräften besetzt werden.

Weil es aber bekanntermaßen große Schwierigkeiten gibt, Schulleitungsstellen zu besetzen, hat das Bistum in ähnlichen Fällen bereits Ausnahmen zugestimmt.

Schulministerium besteht auf Besetzung mit Katholik

Darauf hoffte auch die Stadtverwaltung. Allerdings besteht nun das Schulministerium ausdrücklich auf der Position, womit die Nachbesetzung der Leitungsstelle an der Josefschule immer noch nicht in Aussicht ist. Nachdem sich der Bürgermeister bereits an Regierungspräsidentin Dorothee Feller gewandt hatte, bittet er nun Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) um Unterstützung: „Frau Wiwianka genießt in der Schulgemeinde der katholischen Grundschule einen hervorragenden Ruf in Bezug auf ihre pädagogische Arbeit, Führungs- und Leitungskompetenz und auch als Sachwalterin der Schulinteressen. Ihre Eignung als Leiterin der Josefschule hat sie mittlerweile seit eineinhalb Jahren nachgewiesen“, appelliert er an die Ministerin, sich für die Besetzung der Stelle mit Regina Wiwianka zu verwenden.

Sein Fazit: "Wichtiger als die konfessionelle Bindung muss doch die Versorgung unserer Schulen mit qualifizierten Rektorinnen oder Rektoren sein!“

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