Stadtplanung

Ikea hält an Neubauplänen an der Stadtgrenze fest

Vertreter der Stadt Bottrop und des Ikea-Konzerns stellten in Bottrop die überarbeiteten Pläne für den Bau einer neuen Ikea-Filiale an der Stadtgrenze Bottrop/Gladbeck vor.

Foto: Thomas Gödde

Vertreter der Stadt Bottrop und des Ikea-Konzerns stellten in Bottrop die überarbeiteten Pläne für den Bau einer neuen Ikea-Filiale an der Stadtgrenze Bottrop/Gladbeck vor. Foto: Thomas Gödde

Gladbeck.  Der Möbelriese will wie geplant nahe der Stadtgrenze in Bottrop bauen. Sart ist aber frühestens 2019. Haus rückt näher an geplante A 52 heran.

Mit dem Bau des Ikea-Hauses an der B 224 in Bottrop, unweit der Gladbecker Stadtgrenze, wird wohl erst 2019 begonnen werden. Grundsätzlich hält das schwedische Unternehmen aber an den Plänen zur Errichtung eines weiteren Möbelhauses an dem Standort fest, betonte die verantwortliche Projektleiterin Maja Terney Hansen am Montag in Bottrop.

Wegen Verzögerungen bei den Planungen zu dem Bauvorhaben hatte es auch in Gladbeck bereits Gerüchte von einer Aufgabe der Pläne gegeben. Die Planungen sollen nun jedoch in die nächste Phase gehen.

Durch den neuen Standort wird die Grünfläche geschont

Danach ist erkennbar, dass das Ikea-Haus in Bottrop-Boy näher an die B 224 und die spätere A 52 heranrückt. Dadurch ragt das Möbelhaus nicht so tief wie ursprünglich gedacht in das Kraneburger Feld hinein, die Grünfläche wird somit geschont. Diese neuen Pläne stellte das Unternehmen nun vor.

Deutlich wurde dabei auch, dass Ikea nicht davon ausgeht, noch 2018 mit dem Bau beginnen zu können. „Aber wir haben einen langen Atem“, sagt Maja Terney Hansen, die verantwortliche Projektleiterin bei Ikea. Sie reagiert damit auf Stimmen, nach denen Ikea schon kein Interesse mehr an dem Standort gehabt haben soll.

Verglichen mit den neuen Häusern in Wuppertal oder Karst liege Bottrop sehr gut in der Zeit, betont sie. „Wir nehmen uns lieber die Zeit, gründlich alle Möglichkeiten zu prüfen und die beste Lösung zu finden.“

Die Planung muss noch beraten und genehmigt werden

Und die beste Lösung aus Sicht des Konzerns und der Stadt Bottrop ist die nun gefundene. Erarbeitet wurde sie in vielen Gesprächen mit dem für die A-52-Planung zuständigen Landesbetrieb Straßen NRW. Der hatte zunächst vor, am nun geplanten Standort des Hauses Zubringerstrecken zu bauen.

Am 1. Juni befasst sich die Bottroper Bezirksvertretung Süd als erstes politisches Gremium mit den Entwürfen. Denn sämtliche Pläne müssen noch beraten und genehmigt werden. Dazu seien noch Gutachten nötig, sagte Bottrops Baurat Klaus Müller. So müssen Auswirkungen auf Umwelt, Verkehr oder auch der Lärmschutz umfassend geprüft werden. Anfang 2018 könnten die Ergebnisse vorgestellt werden, so Müller. Dann folgen weitere Beratungen. Aber auf diese Weise werde die Grünfläche nicht so stark zerschnitten wie im ersten Entwurf, hebt Maja Terney Hansen einen Vorteil hervor.

Der A-52-Ausbau macht die Planung knifflig

Der geplante Ausbau der Bundesstraße zur A 52 macht die Ikea-Ansiedlung so knifflig. Zunächst muss das Haus an die Bundesstraße angeschlossen werden, später an den Autobahnzubringer. Zunächst soll eine Einmündung von dem Grundstück auf die B 224 kommen. Wird später die Autobahn gebaut, muss die Horster Straße über eine Brücke über die A 52 führen und ein Stück nach Norden verlegt werden. Schon jetzt soll ein Teilstück dieser neuen Horster Straße entstehen und so als zweite Anbindung für das Möbelhaus dienen.

Parallel läuft die Abstimmung mit den Nachbarstädten. Gelsenkirchen und Gladbeck, die das Projekt im Rahmen einer interkommunalen Zusammenarbeit mit auf den Weg gebracht hatten, haben sich bisher gut in den Planungsprozess eingebunden gefühlt. Bottrops OB Bernd Tischler: „Wir wollen das weiterführen und auch Essen einbinden.“ Die Ansiedlung von Ikea betreffe nicht allein Bottrop. „Davon profitiert die gesamte Region.“

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