Grüne: Tempo 50 war längst überfällig

Die überraschende Einführung von Tempo 50 auf der B 224 im Gladbecker Stadtgebiet sowie das Überholverbot für Lkw hat zu vielen Reaktionen geführt.

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Die überraschende Einführung von Tempo 50 auf der B 224 im Gladbecker Stadtgebiet sowie das Überholverbot für Lkw hat zu vielen Reaktionen geführt.

Eindeutig begrüßt wird die Reduzierung der Höchstgeschwindigkeit von 70 auf 50 km/h von den Gladbecker Grünen. Fraktionsvorsitzende Simone Steffens: „Temporeduzierung und Lkw-Überholverbot entsprechen der innerstädtischen Lage der B 224 und sind längst überfällig.“ Damit erfülle Straßen.NRW eine langjährige Forderung der Politik und des Bürgerforums. Bereits jetzt sei zu bemerken, dass die Fahrbahntrennung, die Straßen.NRW zur Verkehrssicherheit aufgestellt habe, zu einer vorsichtigeren Fahrweise führe. Um eine dauerhafte Temporeduzierung zu erreichen, müssten nun die Auswirkungen auf Lärm- und Umweltbelastung sowie Verkehrssicherheit beobachtet werden. Steffens:„Für Fußgänger und Radfahrer, die die B224 überqueren müssen, ist die Geschwindigkeitsreduzierung allemal ein Gewinn!“ Parteikollegin und Kreistagsmitglied der Grünen, Elke Marita Stuckel-Lotz, fragt: „Ist der geplante Umbau (zur A 52) noch vonnöten?“

„Dann heißt die Staubahn 224“

Auf der WAZ-Facebookseite wird das Thema stark kommentiert.

Kevin T. Jones schreibt: „Da hat man jetzt wochenlang Geld zum Fenster rausgeschmissen für eine neue Programmierung der Ampeln, die auf 70km/h abgestimmt wurden, um jetzt die Geschwindigkeit auf 50km/h zu ändern – bei Straßen.NRW weiß wohl auch keiner, was die andere Hand macht. Dann stehen die Schilder so blöd, dass du als Autofahrer auf der linken Spur gar nicht richtig das Schild erkennen kannst, weil dort meist Lkw sind, die es verdecken.“

Daniel Maas stellt fest: „In vielen Autobahn-Baustellen sind Fahrstreifen weit schmaler als die hier genannten 2,90 bis 2,70 Meter, und da darf man dann auch 80 bis 100 km/h fahren, je nach Beschilderung. (...) Und welche Schäden sollen an der Straße überhaupt gewesen sein?“

Manuel Grzemski findet „alles etwas komisch“: „Ausschreibungen erst nächstes Jahr möglich? Zumal ich schon bedeutend schlimmere ,Spurrillen’ ohne Konsequenzen gesehen habe.“

Einige regelmäßige Fahrer auf der B 224 befürchten aber auch, dass es zu noch mehr Staus kommt. Claudia Czekowski: „Dann heißt die jetzt: Staubahn 224.“ Und Petra Svensson warnt: „Ab jetzt lieber eine andere Route nehmen, das Chaos wäre ja dann perfekt“.

Serkan Cin drückt es drastischer aus: „So was Bescheuertes. Bald wir dort geblitzt. Was fürn Voll pfosten hat sich das ausgedacht!“

Auch Janine Mü hat wenig Sympathie für die neue Regelung. Ironisch merkt sie an: „Juhuuu, da freu ich mich noch mehr auf den Feierabendverkehr. Man braucht ja sonst nur ‘ne Stunde von Essen nach Gladbeck . . . Mensch, endlich noch mehr geraubte Freizeit. Ampeln mit längeren Grünphasen würden es eher bringen.“

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