Bürgerforum Gladbeck

Gladbecker sollen sich gegen A52-Ausbau in Bottrop wehren

Die Planungen von Straßen.NRW zum Bau der A52 auf Bottroper Gebiet sind ab sofort bis zum 27. November im Gladbecker Rathaus ausgelegt. Das Bild zeigt die B 224 auf Gladbecker Gebiet.

Die Planungen von Straßen.NRW zum Bau der A52 auf Bottroper Gebiet sind ab sofort bis zum 27. November im Gladbecker Rathaus ausgelegt. Das Bild zeigt die B 224 auf Gladbecker Gebiet.

Foto: Oliver Mengedoht / FUNKE Foto Services

Gladbeck.  Die Pläne für den Autobahnbau in Bottrop sind im Rathaus in Gladbeck einzusehen. Das Bürgerforum plant außerdem eine Informationsveranstaltung.

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„Wer den vom Gladbecker Rat ausgerufenen Klimanotstand ernst nimmt, muss sich jetzt gegen die A52 in Bottrop zur Wehr setzen.“ Das erklären die Mitglieder vom Bürgerforum Gladbeck in einer Stellungnahme. Eine Begründung liefern sie auch direkt mit: Würde die A52 auf Bottroper Stadtgebiet von Essen bis an die Gladbecker Stadtgrenze tatsächlich gebaut, brächte dies deutlich mehr Verkehr auf die Gladbecker Straßen als bisher. Die Planungen von Straßen.NRW zum Bau der A52 auf Bottroper Gebiet sind ab sofort bis zum 27. November im Gladbecker Rathaus ausgelegt.

Lärm, Feinstaub und Stickoxide: Laut Bürgerforum sind die Grenzwerte jetzt schon überschritten

Der Druck auf die Gladbecker, „die Autobahn 52 samt Kreuz mit der A2 und mit weitgehend offener Verkehrsführung durch die Stadt zu dulden“, werde sich nun unmissverständlich erhöhen, so die Meinung des Bürgerforums. „Die heute schon erreichten Grenzwerte für die maßgeblichen gesundheitsschädlichen Immissionen, also Lärm, Feinstaub, Mikroplastik und Stickoxide, würden bei weitem überschritten. Außerdem würde der Mehrverkehr durch die Stadt einen deutlichen Anstieg des Klimagiftes CO2 um tausende Tonnen nach sich ziehen.“

Nach Auffassung der Mitglieder des Bürgerforums ist der Bottroper A52-Abschnitt außerdem „ein nicht zu Ende gedachtes Stückwerk“. „Bis heute weiß niemand, wie die Gesundheit und Wohnqualität der hier lebenden Menschen vor dem zu erwartenden massiven Fernverkehr auf einer innerstädtischen A52 geschützt werden kann.“ Deshalb sei es auch richtig, dass die Bezirksregierung in Münster die nachgebesserten Planungsunterlagen erstmals auch in Gladbeck offenlegen lässt, „und damit den Gladbeckern offiziell das Recht einräumt, ihre Einwendungen gegen die Bottroper Planungen zu platzieren“.

Frühere Einwendungen gegen die Pläne auf Bottroper Gebiet müssen aktualisiert werden

Denn wer jetzt keine Einwendungen in das Verfahren einbringe, der dürfe sich gegen einen Planfeststellungsbeschluss zum Bau der A 52 auf Bottroper Gebiet nicht mehr zur Wehr setzen. Frühere Einwendungen im Bottroper Verfahren blieben im Prinzip bestehen, müssten aber angesichts geänderter Planungen aktualisiert werden, um wirklich wirksam zu bleiben. Das Bürgerforum Gladbeck will die ausgelegten Unterlagen sorgfältig prüfen und „ihre Auswirkungen für Gladbeck im Einzelnen analysieren“.

Informationsveranstaltung für alle Bürger am 18. November bei Kleimann-Reuer

Am Montag, 18. November, soll um 19 Uhr in einer Veranstaltung im Haus Kleimann-Reuer an der Hegestraße über die Pläne informiert werden. Das Bürgerforum will in der gesetzlich vorgeschriebenen knappen Frist, die am 11. Dezember 2019 abläuft, Bürgern nach Kräften behilflich sein, ihre Einwendungen gegen die Pläne auf Bottroper Gebiet zu formulieren. Und: „Für das weitere Verfahren dürfte von besonderem Interesse sein, ob sich der Gladbecker Bürgermeister und der Rat der Stadt nach wie vor so entschieden wie in ihren bisherigen Stellungnahmen gegen diese Autobahnpläne einsetzen.“

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