Lärmaktionsplan

Geplante Maßnahmen im Lärmaktionsplan für die Stadt Gladbeck

Seit acht Jahren, so Klaas Rudy vom Amt für Planen, Bauen und Umwelt,bitte die Stadt um Maßnahmen zum Lärmschutz. Nun soll Schallschutz entlang der Eisenbahnstrecke durch Gladbeck-West realisiert werden. Foto:Joachim Kleine-Büning

Seit acht Jahren, so Klaas Rudy vom Amt für Planen, Bauen und Umwelt,bitte die Stadt um Maßnahmen zum Lärmschutz. Nun soll Schallschutz entlang der Eisenbahnstrecke durch Gladbeck-West realisiert werden. Foto:Joachim Kleine-Büning

Gladbeck.   Experte der Stadtverwaltung Gladbeck kündigte im Umweltausschuss den Bau von Lärmschutzwänden an. Wittringen als „ruhiges Gebiet“.

Im Kampf gegen starke Lärmbelastung erläuterte Klaas Rudy vom städtischen Amt für Planen, Bauen und Umwelt im Fachausschuss den bisherigen Stand der Maßnahmen im Zuge des 3. Lärmaktionsplans: Auf den meisten betroffenen Straßen seien die Fahrbahndecken erneuert worden. „Temporeduzierungen sind aufgrund dieser Sanierungen und der damit verbundenen Fördermittel des Landes ausgeschlossen“, so Rudy. Die Stadt könne sonst verpflichtet werden, dieses Geld zurückzuzahlen.

Am Heisenberg-Gymnasium

Was den Schienenverkehr angeht, konnte der Fachmann den Mitgliedern des Umweltausschusses ankündigen: „Es sollen drei Lärmschutzwände im Bereich Bahnhof West gebaut werden.“ Mit der Realisierung sei voraussichtlich 2019/2020 zu rechnen. Außerdem solle eine 778 Meter lange Lärmschutzwand am Heisenberg-Gymnasium errichtet werden. „Die Stadt hat die Bahn seit 2010 mehrfach um Maßnahmen für Gladbeck gebeten“, so Rudy. Aber „das Lärmsanierungsprogramm des Bundes für Schienenwege hat seit dem Jahr 1999 eine bundesweite Priorisierung nach Dringlichkeit“.

Festlegung „ruhiger Gebiete“

Der Aktionsplan umfasst nicht nur Maßnahmen, um Lärm zu vermindern, sondern auch die Festlegung von „ruhigen Gebieten“. Diese Areale sollen davor geschützt werden, dass sie zukünftig einer höheren Lärmbelastung ausgesetzt sind. In Gladbeck wäre dies der Wittringer Bereich. Allerdings, so hob Klaas Rudy in der Ausschuss-Sitzung hervor, „gibt es für ein so genanntes ruhiges Gebiet keine Definition“.

Keine Pauschallösung möglich

Hintergrund der Lärmaktionspläne: Die „Richtlinie des Europäischen Parlaments und des Rates über die Bewertung und die Bekämpfung von Umgebungslärm“ wurde im Jahre 2002 erlassen. Danach sind die Kommunen für die Aufstellung von Lärmaktionsplänen zuständig. Darin sind unter anderem Resultate der Lärmberechnung und -kartierung sowie mögliche Gegenmaßnahmen aufgenommen. Dies können Geschwindigkeitsbeschränkungen, Durchfahrtsverbote von Straßenab-schnitten und Lärmschutzwände sein: „Es gibt jedoch keine Pauschallösung, jeder Problembereich muss für sich einzeln betrachtet werden.“

Hauptverkehrsstraßen und Schienenwege

Rudy: „Es wird unterschieden zwischen großen Städten und kleinen Kommunen mit weniger als 100 000 Einwohnern.“ Für letztere übernehme das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV) die Lärmkartierung (Übersicht: www.umgebungslaerm.nrw.de). In dem Plan sind Auswirkungen hoher Geräuschbelastung durch Straßenverkehr dargestellt. Für die Stadt Gladbeck sind die Hauptverkehrsstraßen und die Schienenwege mit hohem Verkehrsaufkommen relevant. Betrachtet werden ergo nur die B 224, die A 2 und A 31 sowie einige Landstraßen. Kommunale Straßen sind ausgenommen.

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