B-224-Kommentar

Es wird höchste Zeit für Veränderungen

Foto: Funke Grafik-Services

Gladbeck.  Der Landesbetrieb Straßen hat endlich Sicherheitsmaßnahmen für die B 224 beschlossen - er hätte viel früher reagieren sollen.

Spät, ziemlich spät kommen jetzt endlich die lange geforderten Maßnahmen, um die Sicherheit auf der B 224 zu erhöhen. Man hätte sich gewünscht, der Landesbetrieb Straßen hätte schneller reagiert. Zuviel musste erst passieren, bis nun die Änderungen beschlossen wurden. Und auch jetzt kommen sie noch sehr zögerlich – auf die Stauwarnanlage muss noch bis Ende des Jahres gewartet werden. Da fragt man sich, was da so lange dauert?

Wie dringend nötig Veränderungen auf dieser höchst belasteten Straße sind, hat gerade erst in dieser Woche wieder der Lkw-Unfall gezeigt. Es war nur großes Glück, dass der Unfallfahrer nicht in den Gegenverkehr geraten ist und nicht noch viel Schlimmeres geschehen ist.

Grundlegende Verbesserung erst durch den A-52-Ausbau

Ob die vier Maßnahmen (Schutzwand, Stauwarnanlage, längere Grünphase und eine erweiterte A-2-Auffahrt) aber ausreichen, um wirklich Verbesserungen zu erreichen, muss man abwarten. Viel Spielraum besteht zugegebenermaßen nicht, um die Problematik in den Griff zu bekommen. Aber man fragt sich, ob alle Möglichkeiten wirklich ausgereizt sind. All zu oft hat man eher den Eindruck, als scheuten die verantwortlichen Stellen den Aufwand oder die Ausgaben angesichts des beschlossenen Autobahnausbaus.


Natürlich, und da hat der Landesbetrieb sicher Recht, ist eine grundlegende Verbesserung nur mit dem Ausbau der B 224 zur A 52 zu erreichen. Erst dadurch wird die Straße leistungsstärker und auch sicherer. Aber bis dahin vergehen noch viele Jahre – mindestens bis 2028, wie der Landesverkehrsminister schätzt. Angesichts einer drohenden Widerspruchs- und Klagewelle ist eine Eröffnung in zehn Jahren eher unwahrscheinlich. Gründe genug, das Autobahnprojekt grundsätzlich zu beschleunigen und das B-224-Sicherheitspaket für die Übergangszeit auch angesichts weiter wachsender Kfz-Belastungen zu optimieren. Denn die Belastbarkeit der B 224 ist an ihre Grenzen angelangt, die Risiken sind längst unkalkulierbar.

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