Dieselkrise offenbart Problem A 52-Ausbau

Es bedurfte keines Gutachtens, um festzustellen, dass die B 224 zu bestimmten Tageszeiten überlastet ist. Ein vernünftiges Ziel sollte eine Entlastung sein, indem der Nord-Südverkehr über die A 43 und das bald ausgebaute Recklinghäuser Kreuz zur A 2 gelenkt wird und umgekehrt. Es ist aus Gladbecker Sicht ein Unding, durch das Zentrum unserer kleinflächigen Stadt eine neue Autobahn zu bauen und damit weitaus größeren Verkehr heranzulocken.Die Prognose, auf der A 52 würden künftig täglich bis zu 60 000 Kfz Gladbeck durchqueren, erscheint eher zu gering.

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Es bedurfte keines Gutachtens, um festzustellen, dass die B 224 zu bestimmten Tageszeiten überlastet ist. Ein vernünftiges Ziel sollte eine Entlastung sein, indem der Nord-Südverkehr über die A 43 und das bald ausgebaute Recklinghäuser Kreuz zur A 2 gelenkt wird und umgekehrt. Es ist aus Gladbecker Sicht ein Unding, durch das Zentrum unserer kleinflächigen Stadt eine neue Autobahn zu bauen und damit weitaus größeren Verkehr heranzulocken.
Die Prognose, auf der A 52 würden künftig täglich bis zu 60 000 Kfz Gladbeck durchqueren, erscheint eher zu gering.

Die gegenwärtige Diesel-Krise macht deutlich, wie schädlich die weitergebaute A 52 sein würde, die einen besonderen Anreiz für den Schwerlastverkehr bieten würde. Dabei steht fest, dass für den Güterfernverkehr der Dieselmotor noch auf lange Zeit der effektivste und kostengünstigste Antrieb sein wird. Die Gladbecker bekämen also eine übermäßig starke Zunahme der schädlichen Emissionen zu spüren, vor allem im Nahbereich der Autobahn in Butendorf, Stadtmitte und Ellinghorst. Nicht ohne Grund haben beim Ratsbürgerentscheid 2012 aus diesen Bereichen über 60 Prozent der Beteiligten gegen die A 52 gestimmt, die neben den starken Gesundheitsbeeinträchtigungen mit Recht auch deutliche Entwertungen ihres Grundbesitzes befürchten. Der immer wieder ins Gespräch gebrachte Tunnel, wenn es überhaupt einen geben wird, würde daran nichts wesentlich ändern. Er ist viel zu kurz und auch falsch platziert. Im Übrigen ist es ja auch nicht so, dass die Emissionen im Tunnel verschwinden würden. Vor allem bliebe noch das monströse Autobahnkreuz am Rande des Wittringer Waldes, von dem neben der Siedlung am Brokamp und im Bereich Phönixstraße auch das wichtigste Gladbecker Naherholungsgebiet sehr geschädigt würde. Bei der Bezirksregierung Münster liegen über 1000 unerledigte Einsprüche. Die Gladbecker sollten sich weiterhin konsequent gegen die A 52 zur Wehr setzen. Burchard Strunz

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