Verkehrssicherheit

Die B 224 erhält kurzfristig Schutztrennwände

Die B 224 erhält in Kürze auf dem  engen Teil zwischen A 2 und Stadtgrenze Buer eine 75 Zentimeter hohe Schutzwand zwischen den Fahrbahnen.

Die B 224 erhält in Kürze auf dem engen Teil zwischen A 2 und Stadtgrenze Buer eine 75 Zentimeter hohe Schutzwand zwischen den Fahrbahnen.

Foto: Oliver Mengedoht

Gladbeck.  2018 plant der Landesbetrieb Straßen NRW vier Maßnahmen zur Erhöhung der Sicherheit auf der B 224. Planungen zum A-52-Ausbau laufen intensiv.

Die B 224 erhält „in Kürze“ eine Stahlschutzwand zwischen den beiden Richtungsfahrbahnen, und zwar auf dem 2,6 Kilometer langen Abschnitt zwischen der A 2 und dem Übergang in die A 52 an der Stadtgrenze. Das teilte der Landesbetrieb Straßen NRW am Donnerstag im Planungsausschuss mit.

Die 25 Zentimeter breite und 75 Zentimeter hohe mobile Trennwand werde – sobald es trocken ist – innerhalb von fünf Werktagen aufgebaut. Die Wand habe nicht die gleiche Wirkung wie eine Leitplanke auf der Autobahn, erhöhe aber dennoch die Sicherheit, heißt es.

Insgesamt sind vier Maßnahmen geplant, die bis zum Ausbau für mehr Sicherheit sorgen sollen

Insgesamt würden vier Maßnahmen geplant, um die B 224 kurzfristig bis zum A-52-Ausbau sicherer zu machen. Dazu zähle auch ein Stauwarnsystem von Buer kommend – drei große, elektronisch gesteuerte Tafeln werden bis Ende 2018 installiert.

Außerdem sollen die fünf Ampelanlagen nördlich der A 2 bereits bis Ende März optimiert werden: In den Spitzenzeiten soll die Grünphase auf der B 224 von 107 auf 120 Sekunden ausgedehnt werden. Außerdem wird die Auffahrspur bis Ende 2018 auf die A 2 Richtung Oberhausen um 225 Meter verlängert.

Verkehrsplaner informieren über aufwändige A-52-Planung

Der Landesbetrieb arbeitet unterdessen genauso intensiv an den Planungen zum Ausbau der B 224 zur A 52 und liege „im Soll“ des aufwändigen, „hoch anspruchsvollen Verfahrens“, wie es im Ausschuss hieß, in dem Landesverkehrsplaner über den Stand der Dinge ausführlich informierten.

Sowohl für den Ausbauabschnitt südlich, als auch für den nördlich der A 2 liege inzwischen ein neues Verkehrsgutachten (mit Prognose bis 2030) vor, beides notwendig für die lärmtechnischen Berechnungen und für die Schadstoffberechnung. Ebenso wurde über das Jahr 2017 eine „faunistische Kartierung“ erstellt – Flora und Fauna an der B 224 wurden beobachtet und festgehalten. All dies sei nötig für eine Aktualisierung der Umweltverträglichkeitsprüfung für den Abschnitt nördlich der A 2, wo auf dem größten Teil – wie im 2016 unterzeichneten „Eckpunktepapier“ vereinbart – der 1,5 Kilometer lange Tunnel entstehen soll. Geprüft würden aber noch einmal – wie bereits 2008 – drei Ausbauvarianten (Tunnel, Galerie, Heege-Lösung), allerdings mit der „Zielrichtung Tunnel“, wie die Vertreter des Landesbetriebs betonten.

Der Verkehr auf der B 224 hat dramatisch zugenommen

Vorbereitet wird auch die Ausschreibung der Planung des Autobahn- und Tunnelbaus: Bis Anfang 2019 sollen die Planer feststehen. Für die detailgenaue Planung des A-52-Projektes sind dann weitere zweieinhalb bis drei Jahre vorgesehen. Danach beginne das umfangreiche Planfeststellungsverfahren – mit den Möglichkeiten von Widersprüchen und Klagen (nach der Planfeststellung). Dennoch weist der Masterplan des NRW-Verkehrsministers 2028 als Fertigstellungstermin aus. Allerdings seien hier nicht die Zeitverzögerungen mit eingerechnet, die möglicherweise Klagen gegen die Planung verursachen, hieß es.

Wie notwendig ein Ausbau nach Meinung des beauftragten Ingenieurbüros IGS ist, belegten dessen Zahlen der Verkehrserfassung und der -prognose, wie ein IGS-Planer im Ausschuss sagte. Danach sei die Belastung der B 224 an ihren Grenzen angelangt. Im Schnitt befahren 43 000 Autos am Tag die Bundesstraße. „Mehr geht in Spitzenzeiten nicht mehr.“ Bis 2030 würde der Verkehr noch einmal um bis zu 5000 Kfz ansteigen. „Die Bundesstraße ist am Rande ihrer Leistungskapazität, jede Erhöhung der Verkehrsmenge führt zu Engpässen und damit zu Staus und Unfällen“, hieß es.

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