Übergang

CDU empfiehlt beim Thema Oberhof Kontakt zum Eisenbahnamt

Oliver Wittke (l., CDU MdB) war  bei der CDU Mitte zu Gast und äußerte sich im Gespräch mit OV-Vorsitzenden Tobias Lüdiger

Oliver Wittke (l., CDU MdB) war bei der CDU Mitte zu Gast und äußerte sich im Gespräch mit OV-Vorsitzenden Tobias Lüdiger

Foto: Joachim Kleine-Büning

Gladbeck.   Bei der CDU-Veranstaltung „60 Minuten mit...“ mit MdB Oliver Wittke ging es auch um die Situation am Oberhof. „Der Schlüssel liegt bei dem Amt.“

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„Der städtebauliche Zustand“ sei eine „Katastrophe“, konstatierte Oliver Wittke (51, MdB CDU), seit drei Wochen Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie. Gemeint ist der prekäre Zustand des „Oberhof“ mit seiner ungeliebten Tunnellösung und dem fehlenden ebenerdigen Bahnübergang, dessen Realisierung durch die aktuelle Absage der Deutschen Bahn in weite Ferne gerückt ist.

„60 Minuten mit…“ heißt das Format, das sich der CDU-Ortsverband Mitte und sein Vorsitzender Tobias Lüdiger ausgedacht haben, eine Veranstaltung, die am Dienstagabend im Café Stilbruch zum vierten Mal durchgeführt wurde.

Der Gast, Oliver Wittke, ehemaliger Gelsenkirchener Oberbürgermeister (1999 bis 2004) und NRW-Verkehrsminister (2005 bis 2009), hat die „Patenschaft“ für den CDU-verwaisten Bundestagswahlkreis Gladbeck, Bottrop, Dorsten übernommen und war in dieser Funktion bereits mehrfach in Gladbeck, um sich vor Ort u.a. über die unbefriedigende Situation an Oberhof und Bahnhof Ost zu informieren.

Thema bewegte auch die rund 30 Besucher

Ein Thema, das auch die meisten der rund 30 Besucher im Café Stilbruch bewegte. Von „blauäugig“ bis „Zumutung“ lauteten die Kommentare der Zuhörer. „Heute sind ebenerdige Übergänge, wie sie vorgeschlagen werden, generell nicht mehr genehmigungsfähig“, so eine Stimme von vielen.

Oliver Wittke, der – wie auch die SPD-Abgeordneten Michael Gerdes (MdB) und Michael Hübner (MdL) – von der Stadt gebeten worden war, mit der Bahn in dieser Sache Kontakt aufzunehmen, zitierte aus einem Schreiben des DB-Konzernbevollmächtigten Werner J. Lübberink, das ihn gerade erst erreicht hatte. Dieser verweist darauf, dass bereits 2015 und 2017 das Eisenbahnbundesamt (EBA) in Essen ablehnend reagiert habe.

Weiter heißt es, die DB Netz AG habe daraufhin der Stadt Gladbeck vorgeschlagen, „sich an das EBA Essen zu wenden und das Anliegen nochmals vorzutragen“. Oliver Wittke und der Gladbecker CDU-Fraktionsvorsitzende Peter Rademacher plädierten dafür, diesen Versuch zu unternehmen: „Der Schlüssel liegt ganz eindeutig beim Eisenbahnbundesamt, aber hat die Stadt hier den Kontakt aufgenommen?“, fragte Wittke.

Auch die A 52 wird thematisiert

Auch das Thema A 52 wurde am CDU-Abend angesprochen. Hier bestätigte der Abgeordnete, dass es beim ausgehandelten Kompromiss bleibe, allerdings sei die gewünscht schnelle Planung der „Flaschenhals“ für das Projekt. Wittke, als Staatssekretär u. a. dem Thema Strukturwandel zugeordnet, warb für neue Ideen, die das Ruhrgebiet nach vorn bringen könnten.

„Erstmalig seit 29 Jahren werden die Fördermittel nicht nach Himmelsrichtung vergeben, sondern nach Bedürftigkeit.“ Und er gab das Versprechen ab, keine gute Idee werde am mangelnden Geld scheitern.

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