Wirtschaft

Bei Ansiedlung in Bottrop muss Ikea das Angebot reduzieren

Ikea möchte das geplante neue Bottroper Möbelhaus direkt an der Gladbecker Stadtgrenze im Jahr 2018 eröffnen.

Ikea möchte das geplante neue Bottroper Möbelhaus direkt an der Gladbecker Stadtgrenze im Jahr 2018 eröffnen.

Foto: picture alliance / dpa

Gladbeck/Bottrop.   Möbelriese verkauft in seinen Filialen auch Elektrogeräte, Kunst- und Dekoartikel. Darunter könnte der lokale Einzelhandel leiden. Auch in Gladbeck.

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Bekanntlich soll unmittelbar an der Stadtgrenze, zwischen Mottbruchhalde und B 224 auf dem Bottroper „Kranenburger Feld“ bis 2018 eine neue Ikea Filiale entstehen.

Bedroht das geballte Angebotssortiment des Möbelriesens lokalen Einzelhandel auch in Gladbeck? Mit dieser Frage beschäftigte sich ein beauftragtes Gutachterbüro, das dazu jetzt in der Nachbarstadt der Politik die Ergebnisse der Verträglichkeitsuntersuchung vorlegte. Grob zusammengefasst ist die Antwort: „Ja“.

Großunternehmen wie Ikea, Ostermann und Co. dürfen neben ihren Möbel-Hauptsortiment zwar auch viel Beiwerk wie Teelichter, Duftkerzen, Geschirr, Teppiche, Gardinen oder Elektrogeräte für den Haushalt feilbieten, das aber nur in Maßen. Dieses zentrenrelevante Randsortiment, das die Geschäfte des lokalen Einzelhandels schmälern kann, ist auf eine Verkaufsfläche von maximal 2500 Quadratmeter beschränkt. Grundsätzlich sprechen sich die Experten der Beratungsgesellschaft Cima für das neue Ikea-Haus aus. Allerdings gibt es Stellschrauben, an denen gedreht werden müsse, so Martin Kremming, einer der Gutachter.

Zwei Warengruppen seien problematisch. Die Gutachter haben zu große Angebotsbereiche in den Sortimenten Bilder/ Kunstgegenstände und Elektrohaushaltsgeräte berechnet, die Ikea bislang mit jeweils 800 Quadratmetern plante. Eine Reduzierung der Fläche um je die Hälfte werde das Problem lösen, so Kremming. Er schlug den Politikern vor, eine entsprechende Begrenzung festzuschreiben. Ikea-Projektleiter Thilo Meyer signalisierte Kompromissbereitschaft.

„Es ist gut, dass es die Beteiligungsprozesse gibt, bei denen die Interessen des lokalen Einzelhandels berücksichtigt werden“, sagt der Vorsitzende des Gladbecker Einzelhandelsverbandes, Georg Hahne. Dass die Ikea-Ansiedlung grundsätzlich zu begrüßen sei, unterstreicht auch Peter Breßer-Barnebeck von der Wirtschaftsförderung der Stadt. Dass es im Zusammenwirken der Nachbarstädte gelungen sei Ikea hier zu halten, „ist ein Fortschritt, der die Region stärkt und dafür sorgt, dass Arbeitsplätze geschaffen werden“.

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