Manchen Zeitgenossen ist das Trennen von Abfall in Fleisch und Blut übergegangen – dank Jahrzehnte langer Praxis. Verpackungen kommen in eine gesonderte Tonne, ebenso Restmüll. Und dass Altglas und Papier nicht irgendwie weggeschmissen wird, versteht sich von selbst. Ganz zu schweigen von defekten Computer-Bildschirmen, abgewetzten Autoreifen, vertrockneten Farbeimern und fuhrenweise Bauschutt.

Das Sortieren von Materialien dürfte so schwer nicht sein. Sollte man wenigstens meinen. Doch Henrik Feldhaus, beim Zentralen Betriebshof Gladbeck (ZBG) zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit und Kundenbetreuung, weiß es besser: Manche Zeitgenossen nehmen es mit dem Trennen nicht so genau. Schlimmer noch: Es interessiert sie nicht. Man denke nur an die Aktion „Gladbeck putzt“. Dabei klauben Freiwillige säckeweise den Dreck von Mitmenschen aus der Umwelt, die ihren Müll achtlos irgendwo entsorgen.