Lob, Anregung und Kritik zum Regionalfernsehen – am Dienstagabend stand WDR-Programmdirektor Jörg Schönenborn Gladbecker Bürgern im Lesecafé der Stadtbücherei Rede und Antwort. „Ich freue mich auf Ihre Meinungen im Zwiegespräch“, sagte Jörg Schönenborn zu Beginn der Veranstaltung.

Über die Wahl Gladbecks als Veranstaltungsort sagte der Fernsehprofi: „Wir müssen auch raus gehen aus den großen Städten in NRW. Das gesamte Land soll in unserem Programm repräsentiert werden – dazu zählen auch Städte mit weniger als 100 000 Einwohnern.“

Ein Wunsch: Mehr positive Berichte

Zu den Vorschlägen der Gladbecker zählte unter anderem ein stärkerer Fokus auf positive Berichterstattungen. „Es gibt so viele Ehrenamtler und Vereine, die Tag für Tag hervorragende Arbeit leisten“, meldet sich ein Gladbecker Bürger zu Wort, und wünscht sich diese stärker im Programm repräsentiert.

Der Programmdirektor entgegnete: „Es gibt ein tiefes Bedürfnis, mehr Geschichten des Gelingens zu zeigen. Das beschäftigt auch den WDR“, und kündigte an, diesen Hinweis in die Redaktionen zu tragen.

Gladbecker hatten viele Ideen

Auch lange Dokumentationen aus der Region, Themen, die ein gemischtes Publikum ansprechen, mehr Hintergrundberichte und weniger plakative Darstellungen, standen, neben viel Lob, auf der Agenda der Gladbecker.

Der Programmdirektor sieht in der Arbeit der lokalen und regionalen Medien einen besonderen Auftrag: „Informationen über die Heimat in den Mittelpunkt zu rücken. Informationen, die in einer globalen Welt wichtig sind und Identifikation schaffen.“ Durch den Abend führte Anja Bröker, Moderatorin des ARD-Morgenmagazins.