Seniorenwohnungen

Seniorenhaus entsteht im Schatten des Horster Schlosses

Die Zeitkapsel u.a. mit aktueller WAZ, Bauplänen, Münzen und Kohle mauerten (v.li.) Andreas Anspach, Projektleiter Rüdiger Baum, Martina Rudowitz, Bezirksbürgermeister Joachim Gill und Lutz Dworzak (Sozialausschuss) ein

Die Zeitkapsel u.a. mit aktueller WAZ, Bauplänen, Münzen und Kohle mauerten (v.li.) Andreas Anspach, Projektleiter Rüdiger Baum, Martina Rudowitz, Bezirksbürgermeister Joachim Gill und Lutz Dworzak (Sozialausschuss) ein

Foto: Joachim Kleine-Büning

Gelsenkirchen-Horst.   In Horst wurde der Grundstein für die Belia-Residenz gelegt. Bis zum Frühjahr 2020 entsteht dort eine Einrichtung mit 80 Einzelzimmern.

Eine große Bodenplatte, dazu ein paar gemauerte Steine: Mehr ist von dem neuen Seniorenwohnhaus in Horst noch nicht zu sehen. Und dennoch ist Bürgermeisterin Martina Rudowitz überzeugt: „Diese Einrichtung passt zur Umgebung, das ist genau das, was wir in Gelsenkirchen brauchen.“

Mit den Klinkern im Erdgeschoss, der verputzten Fassade in den beiden Obergeschossen sowie den Erkern und Gauben im Dachgeschoss fügt sich die Belia Seniorenresidenz passgenau in das neue Wohnviertel am Bowengarten in Horst ein. Der Grundstein für das Projekt mit 80 Pflegeplätzen in Einzelzimmern wurde am Donnerstagvormittag gelegt.

An drei Standorten in der Stadt

Bauherr und zukünftiger Betreiber des Seniorenzentrums sind Tochterunternehmen der in Winsen an der Aller ansässigen Lindhorst-Gruppe. Sie produziert Agrarprodukte wie Getreide, Raps und Mais, hat sich aber mehr und mehr auch auf den Bau und die Entwicklung von Immobilien spezialisiert. Belia („Besser leben im Alter“) steht für den Teil der Unternehmensgruppe, der altengerechte Wohn- und Pflegeeinrichtungen betreibt.

Belia-Geschäftsführer: Andreas Anspach: „Wir sind erst seit drei Jahren am Start und mit sieben Einrichtungen an sechs Standorten mit 480 Mitarbeitern und 500 Bewohnern vertreten.“

Mit Restaurant und Friseur

In Gelsenkirchen ist Belia mittlerweile gleich dreimal vertreten. An der Rheinischen Straße in Schalke zog Anfang 2016 Leben in die Einrichtung ein, in Horst wird jetzt gemauert und an der Westerholter Straße in Buer wird im Schatten der Stephanuskirche das Baufeld vorbereitet.

Das Konzept will allen Bedürfnissen gerecht werden. „Das Erdgeschoss mit Restaurant und Friseur und das erste Obergeschoss ist gedacht für rüstige Bewohner, die selbstständig am Leben teilhaben können. Das zweite Obergeschoss ist Bewohnern vorenthalten, die auf körperliche und palliative Pflege angewiesen sind“, erläutert Anspach, dessen Erstberuf Altenpfleger war. Unterm Dach wird es Platz geben für demenziell veränderte Bewohner mit ihren besonderen Bedürfnissen. „Dort steht das Wohlbefinden der Bewohner klar im Vordergrund“, erklärt Anspach eine Idee, die in der Altenpflege noch nicht überall zu finden ist. Die Abläufe dort sollen ohne klare Strukturen auskommen. Wer spät aufstehen will, kann spät aufstehen. Wer kurz danach schon das Mittagessen haben möchte, soll es auch außerhalb strikt geplanter Tagespläne bekommen.

Bewerbungsgespräche ab Herbst

Anspach geht von 60 bis 70 Arbeitsplätzen aus, vielfach in Teilzeit, geeignet auch für Alleinerziehende. Bereits im Herbst beginnen die Bewerbungsgespräche für das zukünftige Personal in Pflege, Leitung und eigener Küche, damit zum Start alles vorbereitet ist. Im Frühjahr 2020 soll die Seniorenresidenz Horst fertiggestellt sein.

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