B 224

Ausbau: A 52-Planungen des Landesbetriebs gehen zügig voran

Die Planungen für den Ausbau der Bundesstraße 224 zur Autobahn 52 sind inzwischen zügig angelaufen. Foto:FM

Foto: Franz Meinert / WAZ FotoPool

Die Planungen für den Ausbau der Bundesstraße 224 zur Autobahn 52 sind inzwischen zügig angelaufen. Foto:FM Foto: Franz Meinert / WAZ FotoPool

Gladbeck.  Der Landesbetrieb Straßen NRW erwartet nächste Woche die Verkehrsprognose bis 2030. Die neue Umweltverträglichkeitsstudie kommt im Oktober.

Die A-52-Planungen für den Bereich der B 224 nördlich der A 2 schreiten zügig voran. „Das ist ein spannendes und herausragendes Projekt, bei dem wir auf mehreren Ebenen arbeiten“, sagte Christoph Neumann, Abteilungsleiter „Planung“ beim Landesbetrieb Straßen auf WAZ-Anfrage. Die neue Umweltverträglichkeitsstudie läuft, die technische Planung des Tunnels ist angelaufen und die Verkehrsuntersuchung steht kurz vor der Fertigstellung.

Schon nächste Woche werden erste Ergebnisse der neuen Verkehrsprognose bis 2030 erwartet. Eine Zahl kennt Neumann bereits: 50 000 bis 55 000 Kfz werden pro Tag für den Abschnitt in Gladbeck prognostiziert. „Das ist nur unwesentlich höher als bei der alten Verkehrsprognose, die Straße wird damit hochbelastet sein.“

Die Umweltverträglichkeitsstudie läuft bereits

Neumann weist aber darauf hin, dass das heutige B-224-Umfeld dann vom Schleichverkehr entlastet sein werde. Ohne Neubau, so die neue Prognose, werden bis 2030 auf der B 224 pro Tag bis zu 40 000 Kfz erwartet. Neumann erläutert, dass die Zahlen der Verkehrsprognose die Basis seien für die Dimensionierung der künftigen Autobahn und Aufschluss geben über den notwendigen Lärmschutz außerhalb des Tunnels.

Im Oktober erwartet der Landesbetrieb die Ergebnisse der neuen Umweltverträglichkeitsstudie, an der im Moment ein vom Landesbetrieb beauftragtes privates Ingenieurbüro arbeitet. Hauptsächlich geht es dabei um Umweltbelastungen alternativer Trassen für die künftige A 52, in der Hauptsache um die Heege-Trasse im benachbarten Gelsenkirchen-Buer.

Planer streben ein „rechtssicheres Ergebnis“ an

„Das wird fair und ergebnisoffen untersucht“, betont Neumann. „Schließlich brauchen wir eine nachhaltiges und rechtssicheres Ergebnis.“ Parallel arbeitet der Straßenbetrieb aber auch schon an der technischen Planung für die Tunnellösung. „Da sind umfangreiche Untersuchungen nötig, etwa eine Risikoanalyse oder geotechnische Bewertungen“, so Neumann.

Er betont, dass es sich dabei nicht um eine „vorweggenommene Variantenentscheidung“ handele, wenn man sich bereits dem Tunnel widme. „Wir wollen nur effizient planen, um das Projekt im Falle dieser Wahl beschleunigen zu können.“ Bis Jahresende soll auch ein Ingenieur-Büro mit der Entwurfsplanung beauftragt werden.

Landesbetrieb steht in ständigen Gesprächen mit der Stadt

Neumann betont, regelmäßig mit der Stadt Gespräche zu führen, insbesondere bei der Tunnelplanung, da der Deckel ja innerstädtisch genutzt werden soll. Der Abteilungsleiter schätzt, dass das Planfeststellungsverfahren für den Abschnitt Kreuz Gladbeck bis Buer West Ende 2019 starten könnte.

Für das künftige Autobahnkreuz Gladbeck (A 2/A 52) läuft das Planfeststellungsverfahren seit 2016, ergänzt Neumann. Bislang sind über 1500 Einwände gegen das Vorhaben eingegangen. Der Landesbetreib versichert, dass alle Einwände gesichtet werden – unter Berücksichtigung des „Eckpunkte-Papiers“, mit dem der Gesamtausbau Ende 2015 besiegelt worden war.

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