B 224: Mehr Verkehr geht nicht

Gladbeck/Buer.   Das Urteil der Gutachter ist eindeutig: In Gladbeck ist die B 224 am „Rande ihrer Leistungsfähigkeit“ angelangt, die Situation auf der Bundesstraße gleiche schon jetzt der einer Autobahn. „Die B 224 wird der heutigen Verkehrbelastung nicht mehr gerecht“, heißt es in der Kurzfassung des neuen Gutachtens mit den Verkehrsprognosen 2030.

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Das Urteil der Gutachter ist eindeutig: In Gladbeck ist die B 224 am „Rande ihrer Leistungsfähigkeit“ angelangt, die Situation auf der Bundesstraße gleiche schon jetzt der einer Autobahn. „Die B 224 wird der heutigen Verkehrbelastung nicht mehr gerecht“, heißt es in der Kurzfassung des neuen Gutachtens mit den Verkehrsprognosen 2030.

In Spitzenzeiten komme es zu „erheblichen Zeitverlusten“, Leidtragende seien Pendler, Industriestandorte sowie Anwohner, deren Wohngebiete als Umfahrung zweckentfremdet würden. Innerstädtisch komme es durch Ausweichverkehre zu „erheblichen Engpässen“, fasst die IGS Ingenieurgesellschaft Stolz zusammen. Das Gesamt-Gutachten erwartet Straßen NRW im Oktober.

Die Gutachter rechnen vor, dass die Belastung gegenwärtig bei 30 000 bis 40 000 Kfz pro Tag im Abschnitt zwischen der A 2 und Buer-West liege. Südlich der A 2 liegt die Belastung sogar bei 33 000 bis 43 000 Kfz pro Tag. Erfolge kein Ausbau zur A 52, bliebe es im wesentlichen bis zum Jahr 2030 bei dieser Belastung, so die Gutachter, „weil nämlich kaum weitere Kraftfahrzeuge drauf passen – die B 224 ist voll.“ Jeglicher zusätzlicher Verkehr werde sich andere Wege suchen. Nur südlich der A 2 sei „noch ein wenig Luft“ vorhanden, dort könnte die Belastung auf bis zu 45 000 Kfz steigen. Anders die Prognose, wenn die B 224 zur A 52 ausgebaut wird: Dann rechnen die IGS-Experten für 2030 auf der dann ausgebauten Strecke nördlich der A 2 mit bis zu 55 000, südlich sogar mit bis zu 65 000 Pkw pro Tag.

Wichtige Nord-Süd-Verbindung

Dieser Zuwachs resultiere vor allem aus Verkehr, der von Innenstadt-Ausweichrouten auf die A 52 wechsele. Die B 224 sei verkehrstechnisch von enormer Bedeutung. Sie sei die wichtigste Nord-Süd-Verbindung für das zentrale Ruhrgebiet, stelle aber auch eine „wichtige überregionale Verkehrsverbindung“ dar. Der derzeitige Ausbauzustand der Bundesstraße, so heißt es, der eine Vielzahl plangleicher Kreuzungen und Einmündungen aufweise, entspreche so aber nicht der heutigen Verkehrsbedeutung.

Mit berücksichtigt wurde, so die Gutachter, dass im Chemiepark Marl ein großes Logistikzentrum entwickelt und in Bottrop-Boy ein Ikea-Möbelmarkt geplant wird, der allein 10 000 bis 15 000 Kfz-Fahrten täglich verursachen werde.

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