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200 Gäste kamen zu den Orgeltagen
Trotz erstklassigen Programms blieb das Interesse hinter den Erwartungen des Fördervereins für Kirchenmusik zurück. Zum Abschlusskonzert der Westerholter Orgeltage kamen am Sonntagnachmittag weniger als 40 Besucher in die St.-Martinus-Kirche. Ganz andere Erfahrungen hatte der junge Organist Christoph Hintermüller noch bis vor einem Monat in den USA machen dürfen. Während seines Auslandssemesters spielte der Musikstudent vor bis zu 300 überwiegend jugendlichen Zuhörern. „Die Orgelmusik hat in Amerika einen ganz anderen Stellenwert und wird da gerade auch von jungen Menschen angenommen“, fasst er seine Erfahrungen zusammen. Mit Christoph Hintermüller (Jahrgang 1993) und seiner Musik wollte der Förderverein für Kirchenmusik auch junge Leute ansprechen. Von dem Titel „Classic Meets Modern – Ein Orgelkonzert für Jung und Alt“ erhoffte sich der Veranstalter vollere Bänke. Dass es nicht klappte, lag nicht an dem hervorragenden Spiel des Organisten und auch nicht an der Musikauswahl, zu der unter anderem Johann Sebastian Bach sowie die Komponisten amerikanischer Orgel- und Filmmusik beitrugen. „Orgelmusik ist bei uns nicht populär. Dazu kommt, dass immer weniger Menschen in unserer älter werdenden Gesellschaft in die Kirche gehen und junge Leute erst recht nicht dazu bereit sind“, bedauerte Kantor Michael Hartel. Fast 500 Besucher kamen im vergangenen Jahr noch zu den Orgeltagen, weniger als 200 wurden in diesem gezählt. Aufgeben wird der Förderverein nicht, und so wird es auch im kommenden Jahr Westerholter Orgeltage geben.

