Pflege

APD Gelsenkirchen: Wirtschafts-Gala missachtet Pflegesektor

APD-Geschäftsführer Claudius Hasenau (r.) wirft der Wirtschaftsinitiative Missachtung der Pflege vor. Das Bild zeigt ihn bei der Ruhrgebietskonferenz Pflege im Wissenschaftspark Gelsenkirchen.

APD-Geschäftsführer Claudius Hasenau (r.) wirft der Wirtschaftsinitiative Missachtung der Pflege vor. Das Bild zeigt ihn bei der Ruhrgebietskonferenz Pflege im Wissenschaftspark Gelsenkirchen.

Foto: Socrates Tassos / FUNKE Foto Services

Gelsenkirchen.  Vor der Gala: Geschäftsführer der Ambulanten Pflegedienste APD Gelsenkirchen wirft der Wirtschaftsinitiative Missachtung des Pflegesektors vor.

In einem offenen Brief hat sich der Geschäftsführer der Ambulanten Pflegedienste Gelsenkirchen (APD), Claudius Hasenau, an die Wirtschaftsinitiative Gelsenkirchen gewandt, die auch ihn für Donnerstag, 27. Februar, zur großen Wirtschaftsgala ins Hans-Sachs-Haus einlud. Das Thema des Abends lautet „Alles fit – Gesundheitswirtschaft in Gelsenkirchen“. Der APD-Geschäftsführer wird der Veranstaltung bewusst fernbleiben.

Gelsenkirchener Wirtschaftsgala im Hans-Sachs-Haus

Als Grund nennt Hasenau in seinem offenen Brief das Programm des Abends. „Die Pflege nimmt in der Gesamtbetrachtung der Gesundheitswirtschaft einen hohen Stellenwert ein.…Gelsenkirchen hat sich im bundesweiten Vergleich zu einer Stadt entwickelt, die gerade mit ihrer pflegerischen Infrastruktur als Leuchtturm im Ruhrgebiet, in NRW und bundesweit wirken kann. Ihre ‘Gala’ trägt diesen Tatsachen in keiner Weise Rechnung.“ Das Thema Pflege werde in der Einladung zwar erwähnt, finde im Programm des Abends aber gar nicht mehr statt.

„das ergebnis einer versagenden pflegepolitik“

Thema Pflege findet im Programm überhaupt nicht statt

Tatsächlich widmen sich die Gesprächsrunden mit Experten in erster Linie Themen wie der Medizin 4.0, Erfolgsrezepten von Unternehmen wie Medicos und der allgemeinen wirtschaftlichen und medizinischen Qualität der Gesundheitswirtschaft in Gelsenkirchen. Zu den geladenen Experten für die Runden zähle keine Person aus dem Bereich der ambulanten, teil- oder vollstationäre Pflege oder auch alternativer Wohnformen, beklagt Hasenau.

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