Ausstellung

Wie Kirche und Kultur heute noch zusammenspielen

Die Ausstellung „Zusammenspiel: Kunst im sakralen Raum“ macht Station in der Kulturkirche Liebfrauen in Duisburg.

Die Ausstellung „Zusammenspiel: Kunst im sakralen Raum“ macht Station in der Kulturkirche Liebfrauen in Duisburg.

Foto: Lars Fröhlich / FUNKE Foto Services

Duisburg.  Eine Wanderausstellung der Deutschen Gesellschaft für christliche Kunst ist in Duisburg zu sehen. Kulturkirche Liebfrauen am Denkmaltag geöffnet.

„Zusammenspiel: Kunst im sakralen Raum“, lautet der Titel der neuen Ausstellung in der Kulturkirche Liebfrauen am König-Heinrich-Platz. Gerhard Richters „Fenster zur Ewigkeit“ im Kölner Dom ist das wohl bekannteste Beispiel für die Auftragsarbeit eines zeitgenössischen Künstlers in einer Kirche. Es ist in der Ausstellung als Foto zu sehen mit weiteren Aufnahmen von Auftragsarbeiten im katholischen und evangelischen Raum, die nach dem Jahr 2000 entstanden sind. Die Wanderausstellung wurde von der Deutschen Gesellschaft für christliche Kunst zusammengestellt und bleibt bis zum 12. Oktober.

Die Liebfrauenkirche ist am Tag des offenen Denkmals, 8. September, von 13 bis 18 Uhr geöffnet und lädt zum Besuch der Ausstellung sowie um 14 und 16 Uhr zu Führungen zur Geschichte und Architektur der Kirche ein.

Kirche als Bewahrerin und Förderin von Kunst und Kultur

Die Wanderausstellung veranschaulicht, dass der Kirche als Bewahrerin und Förderin des kulturellen und künstlerischen Erbes auch heute eine wichtige Rolle zukommt. Sie zeigt anhand von Beispielen, wie vielfältig und für den Auftraggeber gewinnbringend der Einsatz von Künstlerinnen und Künstlern im Bereich der Kirche ist. Die Allianz von Kunst und Kirche beruht auf Gegenseitigkeit: So bezeichnet Gerhard Richter seine Auftragsarbeit für den Kölner Dom als „Fenster für die Ewigkeit“.

Aus zwei Kirchenräumen wird ein ökumenisches Forum

Weitere Beispiele sind die 2015 eingeweihte Leipziger Propsteikirche, die radikal neu gestaltete Kirche St. Moritz in Augsburg, der puristisch restaurierten Hildesheimer Dom oder das ökumenische Kirchenzentrum Maria Magdalena in Freiburg-Rieselfeld. Die großen Schiebewände im Innern des Gebäudes ermöglichen, dass sich die beiden konfessionellen Kirchenräume zum gemeinsamen Forum mit Taufbrunnen öffnen lassen.

Begleitend zur Wanderausstellung erscheint ein Katalog im Verlag Schnell + Steiner.

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