. „Ich sitze oft in Cafés und beobachte die Menschen. Ich denke mir aus, welches Lied sie gerade hören wollen“, soll der Songwriter Bob Dylan einst gesagt haben. Höfliche Worte wie „Guten Abend“ oder auch mal ein „Danke“ haben Besucher seiner Konzerte wohl nie gehört. Wie passt sein scheinbares Interesse an den Menschen zur absolut kauzigen Distanz, die er auch durch seine Nichtreaktion auf den 2017 erworbenen Nobelpreis für Literatur zum Ausdruck brachte?: http://Hier_gibt_es_mehr_Artikel,_Bilder_und_Videos_aus_Duisburg{esc#217475921}[teaser
In einer Hommage an den wohl größten lebenden Songwriter spielt der Ausnahmegitarrist Peter Engelhardt mit seiner Band im Kom‘ma-Theater so manchen Hit von Bob Dylan, sie durchwühlen aber auch die Asservatenkammer seines unermüdlichen Schaffens. Die Titel werden garniert mit Schnipseln aus Dylans genauso unergründlichem Reservoir an Zitaten. „Ich will, dass meine Texte gelesen werden, die Melodien sind mir völlig schnuppe“, liest Theatermacher Uwe Frisch-Niewöhner. Vielleicht liefert Dylan deswegen auf der Bühne immer andere Versionen seiner Songs ab. Frisch-Niewöhner, der ihn mehrfach erlebt hat: „Einmal haben wir bei einer Live-Version erst nach zwölf Minuten gemerkt, um welchen Song es sich handelt.“


