Baerl boomt. Und das wirft Probleme auf. Einerseits schmückt es die Stadt, wenn sie etwa jungen Familien dörfliche Wohnstrukturen bieten kann - andererseits drohen gerade diese durch die Beliebtheit des Stadtteils verloren zu gehen. Und so sorgte die Bebauung von Duisburgs nördlichstem Stadtteils bei der Sitzung der Bezirksvertretung Homberg/Ruhrort/Baerl am Donnerstag einmal mehr für Diskussionen. Bereits im vorigen Jahr hatten SPD und Grüne einen Bebauungsplan für den Bereich Grafschafter Straße/Heinrich Kerlen-Straße/Bahnstraße auf den Weg gebracht, um ein klotziges Mehrfamilienhaus zu verhindern - nun will die Politik nachlegen.

Das Problem ist vergleichbar - nur dreht sich diesmal alles um die Schulstraße und das Gelände der Evangelischen Kirche. Diese plant, ihre Fläche an die Gesellschaft Durin Investitions UG zu verkaufen, die dort eine Altentagespflege, Demenzwohnungen und Servicewohnungen bauen will. Drei Objekte mit jeweils etwa 1000 Quadratmetern sollen entstehen. Rund 3800 Quadratmeter Platz insgesamt braucht das Projekt, um das es geht. Bereits im Mai hatte sich der SPD-Fraktionsvorsitzende Hans-Gerd Bosch entschieden gegen die Pläne ausgesprochen und sich gegen ein „Zupflastern“ des Areals gewehrt. Jetzt ließen die Politiker Taten folgen.