Hochschule

Uni Duisburg-Essen: Andrea Nahles wird Gastprofessorin

Die ehemalige SPD-Parteichefin Andrea Nahles wird Gastprofessorin für Politikmanagement an der NRW School of Governance der Uni Duisburg-Essen.

Die ehemalige SPD-Parteichefin Andrea Nahles wird Gastprofessorin für Politikmanagement an der NRW School of Governance der Uni Duisburg-Essen.

Foto: Foto: Kay Nietfeld / picture alliance/dpa

Duisburg.  Andrea Nahles übernimmt die Gastprofessur der Stiftung Mercator an der Uni Duisburg-Essen. Auch eine öffentliche Vorlesung ist geplant.

Sie war die erste Frau an der Spitze der SPD. Jetzt kommt Andrea Nahles an die Universität Duisburg-Essen (UDE). Die langjährige Spitzenpolitikerin wird im kommenden Semester Gastprofessorin für Politikmanagement der Stiftung Mercator an der NRW School of Governance. In diesem Rahmen wird sie auch eine öffentliche Vorlesung halten. Der Termin wird noch bekanntgegeben.

Neben der Vorlesung gestaltet Andrea Nahles gemeinsam mit Prof. Dr. Karl-Rudolf Korte eine Seminarreihe für Studierende des Masterstudiengangs „Politikmanagement, Public Policy und öffentliche Verwaltung“. „Wir konzipieren ein neues Format und bieten unseren Studierenden einmalige Einblicke in die außergewöhnliche politische Arbeit der Sozialdemokratin“, so Korte, Direktor der NRW School of Governance.

Präsidentin der Bundanstalt für Post und Telekommunikation

Andrea Nahles studierte in Bonn Politikwissenschaft und Germanistik. Nach ihrem Parteieintritt 1988 machte ihren Weg von der Juso-Vorsitzenden (1995-1999) und Bundestagsabgeordneten (1998-2002: 2005-2019) bis an die Spitze der Sozialdemokraten. Sie war ab 2009 Generalsekretärin der Partei, bis sie Ende 2013 zur Bundesministerin für Arbeit und Soziales im Kabinett Merkel berufen wurde.

Unter ihrer Zuständigkeit wurden der gesetzliche Mindestlohn und die so genannte Mütterrente eingeführt. Auch das Tarifeinheitsgesetz wurde unter ihrer Verantwortung beschlossen. Ab September 2017 führte Nahles die Bundestagsfraktion der SPD.

Zur SPD-Parteichefin wurde sie im April 2018 gewählt; im Sommer 2019 legte sie alle Ämter und auch ihr Bundestagsmandat nieder. Im Juni 2020 wurde sie zur Präsidentin der Bundesanstalt für Post und Telekommunikation gewählt. Das Amt trat sie am 1. August 2020 an.

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