Sturmtief "Irmela" schlägt zu

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Hauptbahnhof musste für mehrere Stunden gesperrt werden. Züge fuhren einfach durch.Reisende hatten Glück, als Dachteile auf einen Bahnsteig krachten. Buden auf dem Weihnachtsmarkt vom Sturm umgerissen

WETTERCHAOS IN DUISBURG Die Vorhersagen trafen zu: In Duisburg sorgten Wind und Wetter gestern für Chaos auf Straßen und Gleisen. Verletzte gab es keine, allerdings Schäden am Hauptbahnhof und auf dem Weihnachtsmarkt. Die Feuerwehr rückte zu rund 100 Einsätzen aus, bevor am Nachmittag nur noch einzelne Sturmböen durch die Stadt fegten.

Große Auswirkungen hatte der Sturm auf den Zugverkehr. Nachdem der Wind Teile des Bahnhofsdachs abgedeckt und auf die Oberleitungen und die Träger über den Gleisen geweht hatte, mussten die Reisenden alle Bahnsteige verlassen. Die Bundespolizei sperrte ab 12.30 Uhr die Zugänge. Um 14.35 Uhr konnten fast alle wieder Gleise freigegeben werden, nachdem Netze zum Schutz vor herabfallenden Teilen aufgespannt worden waren. Bis dahin herrschte in der Bahnhofshalle Hektik unter den Kunden. "Wir standen am Gleis 12 als die ersten Teile vom Dach und Scheiben aus den Rahmen fielen", erzählte Michaela Reese. Sie war mit ihren beiden Kindern unterwegs. "Meine Tochter hat zwar ganz kleine Stücke abbekommen, aber wir hatten Glück", sagt sie. Die Familie war am Freitag unterwegs von Wehrheim zu einer Kur auf Borkum. "Das letzte Schiff fährt um 16.45 Uhr, das können wir vergessen. Jetzt haben wir uns die Kur wirklich verdient", erklärte die verhinderte Reisende noch mit Humor.

Gehörig zerzaust hatte der Sturm den Weihnachtsmarkt. Eine Glühweinbude ohne Dach, zwischen "Karaffenland" und Maronenstand eine umgekippte Bude, ein paar Meter weiter ein Totalschaden, der Sekunden vorher noch ein Weihnachtsdekostand war - genug Arbeit für rund 25 Feuerwehrleute, die den gesamten Markt absperrten. Die feierliche Eröffnung mit Kapelle und Oberbürgermeister fiel aus.

Ob der Weihnachtsmarkt heute öffnet, wird um 10.30 Uhr entschieden. Stadtmarketing, Ordnungsamt und Bauordnungsamt haben eine Begehung und Gespräche mit den Standbetreibern angesetzt. Möglicherweise werde es Einschränkungen geben, erklärte City-Manager Georg Stahlschmidt gestern Nachmittag der WAZ. Er gehe aber davon aus, dass der Weihnachtsmarkt zur vorgesehenen Zeit, also ab 11 Uhr, für Glühweinfreunde und Geschenkekäufer geöffnet haben wird.

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