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Steinmeier: „Duisburger lassen sich nicht unterkriegen“

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier bei seinem Besuch im Duisburger Hafen.

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier bei seinem Besuch im Duisburger Hafen.

Foto: STEFAN AREND / FUNKE Foto Services

Duisburg.  Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat am Freitagmorgen den Duisburger Hafen besucht. Dabei hat er den Charakter der Duisburger gelobt.

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier ist am Freitagvormittag im Rahmen einer Tour durchs Ruhrgebiet zu einer zweistündigen Stippvisite nach Duisburg gereist. Steinmeier erkundete die Stadt per Auto und Schiff. Sein Fokus lag dabei auf dem Hafen, den er einen „Chancenort“ nannte. Was der Bundespräsident über Duisburg und seine Einwohner denkt:

Empfang auf dem Logport-Gelände in Duisburg-Rheinhausen

Oberbürgermeister Sören Link und Hafen-Chef Erich Staake empfingen den Bundespräsidenten auf dem Logport-Gelände in Duisburg in Rheinhausen, als er um 8.53 Uhr aus der schwarzen Limousine mit dem Nummernschild 0 - 1 stieg. Die circa 30 anwesenden Journalisten begrüßte der 63-Jährige mit einem kurzen „Moin!“.

15 Minuten lang erklären Staake und Link dem Staatsoberhaupt danach an einer großen Plane, wie die Hafenwelt funktioniert. Auch der SPD-Bundestagsabgeordnete Mahmut Özdemir und Staatssekretär Dr. Hendrik Schulte hörten zu. Im Hintergrund hievt derweil ein riesiger Kran weiter die schweren Container über die das Gelände.

Steinmeier in Duisburg: Erinnerungen an den Arbeitskampf

Als Steinmeier Duisburg im August 2018 das letzte Mal besuchte, habe er mit Marxloh einen Stadtteil gesehen, „der es nicht leicht hat.“ Diesmal wollte er deshalb bewusst den Hafen besuchen. „Wir erinnern uns alle an den Arbeitskampf hier vor einigen Jahren. Wenn wir heute auf diesen Standort schauen, sind völlig neue Arbeitsplätze entstanden – übrigens in großer Zahl“, erklärt Steinmeier. Die Entwicklung zeige aber, dass die Menschen in Duisburg sich nicht unterkriegen lassen.

Einen Menschen aus Duisburg traf Steinmeier dann in Person von Manni Luczak. Der Kranführer durfte den Bundespräsidenten kennenlernen. Ein kurzer Händedruck, die Frage nach dem Befinden – das war’s. „Vorher war ich ziemlich aufgeregt“, gestand der Duisburger.

Für Steinmeier ging es nach dem Logport-Besuch per Schiff weiter in den Innenhafen. Taucher aus Wuppertal hatten das Wasser vorher abgesucht. Laut Bundespräsidialamt galt für die gesamte Reise Steinmeiers die höchste Sicherheitsstufe.

Kein öffentlicher Auftritt bei Duisburg-Besuch

In den Räumen des Startport absolvierte Steinmeier einen zweiten Termin: Vier Start-ups aus dem Bereich Logistik stellten dem 63-Jährigen vor Ort ihre Ideen für die Zukunft vor. In der Mitte der jungen Ideengeber gab sich der Bundespräsident deutlich gelöster, als bei seinem eher konzentrierten Auftritt am Morgen.

Ohne öffentlichen Auftritt fuhr der Politiker um kurz vor elf weiter nach Gelsenkirchen. Die Duisburger ließ sein Besuch einigermaßen kalt. An den Straßenrändern gab es keine wartenden Menschen. Hafenchef Staake zog dennoch ein positives Fazit: „Ich kenne Frank-Walter Steinmeier seit 21 Jahren. Er hat einen sehr offenen, interessierten Eindruck gemacht.“ Zum Abschluss habe er Staake die klare Botschaft mitgegeben: „Macht so weiter, dann komme ich wieder.“

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