Duisburg gilt als Arbeiterstadt. Dieses Image wird gerne gepflegt. Im Umkehrschluss bedeutet das: Es leben vergleichsweise wenig als hochqualifiziert geltende Menschen in der Stadt. Wie wenig, zeigt jetzt eine Erhebung der Statistischen Landesämter: Nur in zwei Städten – deutschlandweit – war im Jahr 2019 der Anteil Hochqualifizierter an der Gesamtbevölkerung geringer als in Duisburg.

Gelsenkirchen (11,8) und Bremerhaven (12,2 Prozent) wiesen einen noch niedrigeren Wert auf als Duisburg mit 13,5 Prozent. Besonders deutlich ist der Unterschied zur Nachbarstadt Düsseldorf. Der Anteil Hochqualifizierter betrug zu diesem Zeitpunkt in der Landeshauptstadt 35,2 Prozent. In Nordrhein-Westfalen waren es nur in Bonn mehr (35,4 Prozent).

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Deutlich mehr Hochqualifizierte in anderen Ruhrgebietsstädten

Die Angaben zum Bildungsstand der Bevölkerung am Hauptwohnort stammen aus dem Mikrozensus. Über den Mikrozensus erheben die Statistischen Landesämter in regelmäßigen Abständen Daten zur Struktur sowie zur wirtschaftlichen und sozialen Lage der Bevölkerung. Die Befragung erfolgt stichprobenartig.

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Personen gelten nach Angaben des Statistischen Landesamtes NRW als hochqualifiziert, wenn sie über einen tertiären Bildungsabschluss verfügen – also über einen Meister-, Fachhochschul- oder Universitätsabschluss bis hin zu einer erworbenen Forschungsqualifikation, etwa durch eine Promotion.

Bundesweit lebten in München (43,0 Prozent), Stuttgart (39,6 Prozent) und Dresden (38,9 Prozent) die anteilig meisten Hochqualifizierten. Im Ruhrgebiet lagen die Quoten für die neben Duisburg größten Städte zwischen 20 und 25 Prozent. So kam Essen auf 23,1 Prozent, Bochum (im statistischen Verbund mit Herne) auf 21,1 Prozent und Dortmund auf 20,9 Prozent.