Wahlbarometer

Sicherheit wichtigste Aufgabe für künftigen OB in Duisburg

Die Sicherheit ist das Thema Nummer eins in den kommenden Jahren für die Duisburger.

Foto: Stephan Eickershoff

Die Sicherheit ist das Thema Nummer eins in den kommenden Jahren für die Duisburger. Foto: Stephan Eickershoff

Duisburg.   Auf Platz zwei kommen beim WAZ-Wahlbarometer die Sorgen um die Integration, vor allem im Stadt-Westen und bei den unter 30-Jährigen.

Die Sicherheit ist für die Duisburger das mit Abstand wichtigste lokalpolitische Thema in den kommenden Jahren, um das sich der künftige Oberbürgermeister kümmern soll und mit dem sich im Wahlkampf vielleicht noch in den letzten beiden Wahlkampfwochen punkten lässt. Mehr als ein Drittel der beim WAZ-Wahlbarometer befragten Wähler findet, dass sich die Kommunalpolitik darum kümmern soll.

Auf Platz zwei landet mit 18 Prozent der Nennungen die Aufgabe der Integration von Flüchtlingen und Migranten, knapp gefolgt von der Forderung, dass es in Duisburg mehr Arbeitsplätze geben muss. „Nicht für mich persönlich, aber für Duisburg“, wie ein Duisburgerin bei der Telefonbefragung meinte. 15 Prozent der 400 Befragten setzten das Thema Sauberkeit an die erste Stelle der drängendsten Probleme, die gelöst werden müssen.

Auch schlechte Straßen sind großes Thema

Für Sabine Lauderbach, die die Ergebnisse der Umfrage auswertete, haben die Duisburger eine klare Meinung darüber, was wichtig für Duisburg ist: „Den Befragten fiel es nicht schwer, sich für eines der genannten Themen zu entscheiden. Das heißt, dass auch die Kategorien gut getroffen waren. Nur acht Prozent haben ein anderes Thema genannt“, meint die Kommunikationswissenschaftlerin.

Bei den Alternativnennungen ging es oft um das Thema Bildung und den Zustand der Schulen. Auch schlechte Straßen und die Verkehrsbelastung wurden als brennendes Thema aufgeführt.

Bei der Wichtigkeit der Politikfelder spielt der Wohnort offenbar eine maßgebliche Rolle: So ist den Duisburgern in der Mitte und im Süden die Sicherheit besonders wichtig (37,4 Prozent), während im Stadt-Norden die Sauberkeit mit gut 20,6 Prozent überdurchschnittlich oft genannt wird. Im Stadt-Westen liegt der Bereich Integration und Flüchtlinge (24,4 Prozent) auffällig über dem Gesamtwert. „Da wird Handlungsbedarf gesehen“, sagt Lauderbach. In allen drei Stadtregionen erreicht das Thema Arbeitsplätze ähnliche Werte.

Auffällig ist, dass sich vor allem ältere Duisburger und damit auch Wähler mit der Frage der Sicherheit beschäftigen. Bei den über 70-Jährigen steigt stadtweit die Nennung des Themas sprunghaft auf knapp 46 Prozent, bei den 20- bis 29-Jährigen sehen dagegen nur 27 Prozent darin die wichtigste Aufgabe der Stadtpolitik.

Ebenfalls 27 Prozent und damit im Vergleich zu den anderen Altersgruppen am höchsten ist dagegen der Anteil in dieser Altersgruppe, der sich Sorgen um die Integration macht – bei den Duisburgern ab 60 sind es gerade mal 13 Prozent. Weiteres Detail: Frauen liegt die Sicherheit stärker im Magen, Männer nennen dagegen häufiger die Themen Sauberkeit und Arbeitsplätze.

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