Stammzellforschung

Politologen suchen Interviewpartner für Forschungsprojekt

Thema Stammzell-Forschung: Das Bild zeigt Schülerinnen der Essener Gustav-Heinemann Gesamtschule am  17. März unter Anleitung von Anika Neureiter bei der Betrachtung von Stammzellen im Robert-Koch-Haus. Der 17. März war der UnityStem Day (europaweite Veranstaltung zur Stammzellforschung)

Foto: Kerstin Kokoska

Thema Stammzell-Forschung: Das Bild zeigt Schülerinnen der Essener Gustav-Heinemann Gesamtschule am 17. März unter Anleitung von Anika Neureiter bei der Betrachtung von Stammzellen im Robert-Koch-Haus. Der 17. März war der UnityStem Day (europaweite Veranstaltung zur Stammzellforschung) Foto: Kerstin Kokoska

Duisburg.   Für ihre Untersuchung der öffentlichen Meinung zum Thema Stammzellforschung suchen Politikwissenschaftler interessierte Laien für Interviews.

Sie interessieren sich für Stammzell-Forschung, haben aber nicht beruflich damit zu tun? Solche Duisburger suchen Helene Gerhards und Philip Roth für ein einmaliges, rund einstündiges Interview, in dem die Meinung zu diesem umstrittenen Thema abgefragt wird.

Die Politikwissenschaftler der Uni Duisburg-Essen untersuchen die Diskussion der vergangenen zehn bis 15 Jahre im Projekt „Multiple Risiken in der Stammzellforschung“ (MuRiStem). Die Forschung, an der auch der Medizin-Ethiker Heiner Fangerer (Uni Düsseldorf) und der Jurist Ulrich Gassner (Augsburg) beteiligt sind, wird gefördert vom Bundesforschungsministerium.

Ethisch und politisch positionieren

„Es geht nicht so sehr um die Frage: Was ist erlaubt und was darf man machen? Wir sehen eher auf die Risiken, die bestimmte gesellschaftliche Gruppen ausmachen in der Forschung“, erklärt Gerhards. Die intensive Diskussion in Deutschland endete 2008 mit der Novelle des Stammzell-Gesetzes – ein Kompromiss, der die Herstellung in Deutschland untersagt, die Forschung an importierten Stämmen aber erlaubt.

Die Entdeckung, wie sich normale Körperzellen zu Stammzellen „rückprogrammieren“ lassen, belebt die Diskussion erneut. Shinya Yamanaka John Gurdon wurden 2012 für ihre Forschung mit dem Medizin-Nobelpreis ausgezeichnet. Sie verheißt die erfolgreiche Behandlung von Querschnittslähmungen, Parkinson oder Alzheimer. „Ethisch-politisch hat man sich noch nicht positioniert“, sagt Philip Roth, „die kritische Diskussion, etwa zur Klonierung von Zellen, ist in den USA schon weiter.

Wer für ein Interview zur Verfügung steht, meldet sich per Mail an helene.gerhards@uni-due.de oder an philip.roth@uni-due.de.

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