Interview der Woche

Planungsdezernent Tum: Duisburg hat Potenzial und Flächen

Zufrieden mit der aktuellen Stadtentwicklung ist Duisburgs Planungsdezernent Carsten Tum.

Foto: Tanja Pickartz

Zufrieden mit der aktuellen Stadtentwicklung ist Duisburgs Planungsdezernent Carsten Tum. Foto: Tanja Pickartz

Duisburg.   Ostermann kommt nach Meiderich, Krieger ist enttäuscht: Ein Gespräch mit Duisburgs Ober-Planer Carsten Tum.

Zwei Große der Möbelbranche drängten vor Jahren nach Duisburg. Höffner ist abgesprungen, Ostermann will jetzt doch kommen, aber in verkleinerter Form. Über das Neueste in der Stadtentwicklung sprachen wir mit dem Planungsdezernenten Carsten Tum.

Wie bewerten Sie die Absicht von Ostermann, nach langem Zögern jetzt doch in Meiderich ein Möbelzentrum zu bauen?
Carsten Tum: Ostermann hat klar gemacht, dass man an diesem Möbelstandort festhält. Die Möbelbranche ist bisher in Duisburg unterrepräsentiert. Dass die neuen Planungen an die aktuelle Marktlage angepasst ist, hat Ostermann uns nachvollziehbar erklärt. Nur schade, dass es nicht ohne ein Änderungsverfahren für den Bebauungsplan geht.


Deutlich kleiner als vor vier, fünf Jahren geplant wird’s ja ohnehin nicht.
Carsten Tum: Ostermann ändert seine Pläne von 50 000 auf 40 000 Quadratmeter, es wird einen Möbelmarkt, einen Trend-Mitnahmemarkt und ein Küchenzentrum geben. Anstelle eines zuvor geplanten Gartenfachmarktes wird es nun eine gewerbliche Entwicklung von 5,7 Hektar geben und das freut uns dann auch. Damit können Stadt und Gesellschaft für Wirtschaftsförderung gut leben. Jetzt gehen zwar noch einmal zwei Jahre ins Land, aber Ostermann realisiert etwas.


Im Gegensatz zu anderen? Was macht Kurt Krieger, dem das frühere Güterbahnhofsgelände am Hauptbahnhof gehört?
Carsten Tum: Die Gespräche mit Herrn Krieger gehen weiter, er hat signalisiert, dass er für weitere Gespräche zur Verfügung steht, aber eine kurzfristige Entwicklung des Geländes hat er wohl nicht im Blick. Er ist enttäuscht über das Ergebnis des Bürgerentscheids zum Designer Outlet Center, aber ich habe nicht den Eindruck, dass er nachhaltig verstimmt ist. Und wir wollen ja alle, dass es auf der Fläche weiter geht.


An etlichen anderen Stellen wird gebaut oder stehen Bauarbeiten kurz bevor – geht’s wieder voran mit Duisburg?
Carsten Tum: Es ist erkennbar, dass Duisburg an Drive gewonnen hat. Auch die Marktentwicklungen um uns herum sprechen für Duisburg. Wir haben Potenzial, wir haben Flächen. Wir werben intensiv, etwa auf Messen oder mit Investorenrundfahrten. Wir sind im Moment als sogenannter B-Standort sehr gut im Rennen.


Wo ist das denn konkret schon zu sehen?
Carsten Tum: Torsten Toeller fängt jetzt zeitnah an mit dem Mercator One an der Mercatorstraße, auch an der Steinschen Gasse, wo ein Hotel geplant ist, wird losgelegt, und Krankikom hat am Innenhafen schon mit seinem Neubau begonnen – und genauso wollen wir jetzt weitermachen.

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