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Ostermann und Höffner planen neue Möbelhäuser in Duisburg

Auch Ostermann will in Duisburg ein neues Möbelhaus errichten

Auch Ostermann will in Duisburg ein neues Möbelhaus errichten

München/Duisburg.  Nachdem Investor Krieger den Bau seines Höffner-Möbelhauses am Hauptbahnhof in Duisburg verschoben hat, kann es 2015 zum Doppelschlag kommen: Denn dann will auch Ostermann sein Möbelhaus in Meiderich bauen. Die Bauzeit für beide Einrichtungshäuser soll ein Jahr betragen.

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2015 kann das große Jahr des Möbelhaus-Baus in Duisburg werden, vielleicht ein Wettrennen sogar. Denn die Ankündigung von Investor Kurt Krieger, die Errichtung seines Höffner-Möbelhauses auf der „Duisburger Freiheit“ zu verschieben, macht 2015 zum möglichen Doppeljahr: Denn 2015 will auch Ostermann sein ähnlich großes Möbelhaus in Meiderich hochziehen. Bauzeit: jeweils ein Jahr. „Unser Zeitplan steht“, so der Wittener Möbel-Händler Rolf Ostermann auf Anfrage.

Wie berichtet verzögert sich der Bau des „Höffner“-Möbelhauses (52.000 qm/120 Millionen Euro) südlich vom Hauptbahnhof definitiv. Der Grund: Das Genehmigungsverfahren für die Abfahrt Hochfeld der A 59 schlummere, so klagt Krieger-Projektleiterin Edda Metz, bei der Bezirksregierung in Düsseldorf. „Warum kommt kein Beschluss?!?“, fragte sie gestern bei der Immobilienmesse Expo Real in München. Es habe geradezu eigener Detektivarbeit erfordert, bei der Behörde in der Landeshauptstadt überhaupt jemanden zu finden, der für das Verfahren zuständig ist. Dann habe man gehört, dass der Autobahnanschluss der Möbelgeländes keine Priorität mehr habe. Daraufhin habe man auch bei Krieger eine „Prioritätenverschiebung“ vorgenommen.

Höffner-Möbelhaus wird erst in Neuss gebaut

Folge: Erst wird jetzt ein „Höffner“-Haus in Neuss südwestlich von Düsseldorf gebaut, und das Vorhaben in Duisburg muss entsprechend warten. „Es ist einfach sehr ärgerlich“, sagt Metz. Ob es nun 2014, 2015 oder noch später wird mit dem Baubeginn auf dem früheren Güterbahnhofsgelände, stehe nicht fest. Metz: „Wir müssen mal gucken.“

„Im Moment hängt alles an der Bezirksregierung“, sagt Metz. Und Oberbürgermeister Sören Link stellt fest: „Wir als Stadt haben unsere Hausaufgaben gemacht.“ Dass es mit der Autobahnanschluss irgendwann zu einem guten Ende kommt, wird jedenfalls nicht bezweifelt. Duisburgs Planungsdezernent Carsten Tum: „Wir sind da sehr zuversichtlich.“

Ostermann macht weiter

In Witten war Kriegers Ankündigung auf der Münchener Expo gestern schon bekannt. Man liest Zeitung, kennt die Branche. „Unser Planungen sind von Krieger völlig unabhängig. Wir machen nach unseren Planungen weiter“, so Firmenchef Rolf Ostermann. Im Sommer hatte der Duisburg Rat grünes Licht für das Möbelzentrum (50.000 qm plus Gartencenter/100 Mio €) in Meiderich neben Ikea und direkt an der A 59 gegeben. Nun liegt der Flächennutzungsplan zur Genehmigung – bei der Bezirksregierung in Düsseldorf.

„Wir rechnen nicht mit Fragen“, erwartet Ostermann ein baldiges Okay aus der Landeshauptstadt, dann geht es ins Baugenehmigungsverfahren und in einem Jahr könnte dann mit dem Bau begonnen werden. Fertigstellung wäre dann 2015.

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