Bezirksvertretung

Tagesordnungs-Thema Container

So oder so ähnlich sehen „Mobile Klassenmodule von außen aus .Foto:Heiko kempken/Archiv

So oder so ähnlich sehen „Mobile Klassenmodule von außen aus .Foto:Heiko kempken/Archiv

Hamborn.  Neben der Grundschule im Park, deren Eltern protestieren, sind noch andere Schulen von der Aufstellung „mobiler Klasseneinheiten“ betroffen.

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Massive Proteste gegen die Aufstellung von Klassencontainern gibt es seit Jahresbeginn von der Grundschule im Park in Obermarxloh. Doch auch die Herbert-Grillo-Gesamtschule bekommt bald solch provisorische Unterrichtsräume. Die Bezirksvertretung Hamborn hatte jetzt darüber zu entscheiden.

An der Diesterwegstraße sollen zwei Container aufgestellt werden, um den Mangel an Schulraum dort zu beheben. Das tat sie dann bei nur einer Gegenstimme von Hans-Werner Schwarz (parteilos, vormals AfD). Dessen Fragen dazu konnten in der Sitzung nämlich nicht beantwortet werden.

Aufstellung laut verwaltung „alternativlos“

178 000 Euro zuzüglich Betriebskosten fallen dafür in den nächsten drei Jahren an, nämlich 111 000 Euro für Containermiete und Instandhaltung, 26 000 Euro für Baunebenkosten, 12 000 Euro für die Baukonstruktion, je 10 000 Euro für Technische Anlagen sowie die Herstellung der Außenanlagen und 9000 Euro für die Erschließung.

Nach der Sitzungsvorlage ist das alternativlos, denn weder könnten vorhandene Mehrzweck- und Fachräume vorübergehend als Klassenräume genutzt werden, noch stehe in der Nähe ehemaliger Schulraum sofort zur Verfügung oder komme ein Bustransfer der Kinder an andere Schulen in Betracht. Dafür entsprechen die angemieteten Container aber der Energieeinsparverordnung, sind barrierefrei erreichbar und werden vom Hauptgebäude aus mit Strom und Wasser versorgt.

SPD ist sich der Problematik bewusst

„Warum scheiden die anderen Lösungen aus?“, wollte Hans-Werner Schwarz wissen. Denn dazu gab es in der Vorlage keine Begründung. Seine zweite Frage nach der Höhe der Betriebskosten wurde auch nicht beantwortet. Sie ergab sich aber aus der Vorlage: rund 330 Euro im Monat. Aber Vertreter der Fachverwaltung fehlten, obwohl die Bezirksvertretung die alleinige Zuständigkeit für die Entscheidung hatte, also nicht bloß angehört wurde.

Für die SPD war das kein Grund, die Entscheidung zurückzustellen. „Wir sind uns bewusst, dass das problematisch ist. Aber es geht nicht anders“, erklärte Volker Thierfeld. Allerdings bat er darum, in der nächsten Sitzung darüber zu berichten, wie denn die bisherigen Erfahrungen seien.

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