Kultur

New Yorker Melancholie und die Ruhrorter Nacht

„An einem Sonntag im Lokal“: Barbara Schachtner

Foto: Lars Fröhlich

„An einem Sonntag im Lokal“: Barbara Schachtner Foto: Lars Fröhlich

Ruhrort.   Bei „An einem Sonntag im Lokal“ feierte der Blogger und Autor Jens Schönlau Duisburg-Premiere.

Rund 30 Besucher und Besucherinnen erlebten am Sonntagabend die „Verwandlung“ des Ruhrorter Lokals Harmonie in die abgedunkelte, rauchgeschwängerte „Lobby Bar & Lounge des Hotels Harmonie“.

Die Arbeiten des Autoren und Bloggers Jens Schönlau entfalteten bei gedämpftem Licht, Martinis und der Begleitung durch eine Barsängerin die gewünschte Wirkung.

Jens Schönlaus Texte sind wie Gespräche, die an solchen Orten von Menschen eben geführt werden. So sprechen Einsame, Gestrandete, Hoffnungsvolle, Eloquente und Verlorene, wenn sie aufeinander treffen.

In Ruhrort. Oder in New York, wo Schönlaus Szenen spielen: Es geht um Kunst und Häfen, Gehen und Bleiben, Vergangenes und Kommendes, Erinnerungen und Midlife, Ruhrort und New York, Boxer, Dracula, einen Geist, Anmut, Sehnsucht, Liebe.

Adriana Kocijan, Barbara Schachtner, Norbert van Ackeren und Jens Schönlau selbst präsentierten die Gedichte und Texte. Schachtner – musikalisch unterstützt von Wolfgang van Ackeren am Piano – gab zudem die Barsängerin.

„Für mich war es der erste Auftritt in Ruhrort“, sagte Jens Schönlau, der in der Kölner Kunstszene etabliert ist, am Montag im Gespräch mit der Redaktion, „aber Ruhrort ist für mich jetzt schon zu einer Herzenssache geworden. Hier wird Kultur noch ganz unverfälscht gemacht und gelebt.“

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