Werkkiste Duisburg

NRW-Arbeitsminister Karl-Josef Laumann besucht die Werkkiste

Minister Karl-Josef Laumann besuchte am 19. Juli die Duisburger Werkkiste. Kevin Müller erklärte ihm, wie das 3-D-Modell von Duisburg gebaut wird.

Minister Karl-Josef Laumann besuchte am 19. Juli die Duisburger Werkkiste. Kevin Müller erklärte ihm, wie das 3-D-Modell von Duisburg gebaut wird.

Foto: Kerstin Bögeholz

Duisburg-Bruckhausen.   Duisburger Einrichtung der katholischen Jugendberufshilfe präsentiert ihre Arbeit. Der Minister spricht mit Jugendlichen und rät zu einer Lehre.

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Gut ein Dutzend Menschen im feinen Zwirn tummelt sich vorm Gebäude der Duisburger Werkkiste auf der Bruckhausener Schulstraße. Jedem Auto, das auch nur irgendwie in die Nähe rollt, gilt höchste Achtsamkeit. „Ist er’s?“, fragt man sich. Einige Male hoffen die Wartenden vergeblich.

Um elf Minuten nach zehn Uhr am Donnerstagmorgen ist es dann soweit: Eine dunkle Limousine mit Steinfurter Kennzeichen rollt vor. Die hintere Tür fliegt auf, ein gutgelaunter Karl-Josef Laumann steigt aus, zupft sich das rosafarbene Hemd zurecht und ruft der wartenden Truppe aus gut sechs Metern Entfernung zu: „Guten Morgen!“

Nach der Begrüßung geht es gleich an die Arbeit

Auf diesen Moment haben alle gewartet: Die Geschäftsführer der Werkkiste, Mitarbeiter der katholischen Jugendberufshilfe, Mitarbeiter der Agentur für Arbeit, Stadtdechant Roland Winkelmann und andere. Sie sind viel aufgeregter als die Jugendlichen, um die es bei diesem Termin gehen soll.

Die Duisburger Werkkiste will sich und ihre Arbeit präsentieren. Will erläutern, wie sie junge Leute, die es schwer haben, in den Beruf zu kommen, doch soweit bringt. Anderthalb Stunden Zeit hat der NRW-Minister für Arbeit, Gesundheit und Soziales mitgebracht. Die üblichen Grußworte, die üblichen Höflichkeitsfloskeln, die interessieren den Mann aus dem Münsterland nur am Rande. So wie er jedem der Wartenden sofort nach dem Aussteigen aus dem Auto die Hand schüttelte, so übernahm er gleich das Ruder, als es in die Werkstatt ging. „So, dann woll’n wir mal“, sagt er, geht auf eine junge Frau und einen jungen Mann zu, die gerade an Fahrrädern schrauben, und beginnt ein Gespräch.

Die Einlader staunen über die Lockerheit des Ministers

Was sie denn eigentlich bei der Werkkiste tun, will er wissen. Als er erfährt, dass Jana-Michelle Wolff und Marko Durczak eine Berufsvorbereitungsmaßnahme durchlaufen, gibt er ihnen den guten Rat: „Macht eine richtige Lehre im Handwerk.“ Die Ausbildung sei besser als die in einer Maßnahme. Laumann weiß, wovon er redet. Er selbst ist gelernter Maschinenschlosser. Als ihm Kevin Müller, der gerade mit Holz arbeitet, berichtet, dass er Securitymann werden möchte, sagt der Minister: „Du solltest lieber Schreiner werden. Das ist was Gescheites.“

Die Einlader sind überrascht, wie locker Laumann einen solchen Termin ablaufen lässt. Das Protokoll kommt zu kurz, dafür ist mehr Zeit, sich um die Menschen zu kümmern. Und noch was interessiert ihn, das mit der Werkkiste nur indirekt zu tun hat: Die alte Liebfrauen-Kirche gegenüber der Werkkiste.

Bevor er Bruckhausen verlässt, diskutiert er noch über die Förderung katholischer und sonstiger Jugendberufshilfeeinrichtungen.

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